Wenn in Wolmirstedt das Wort "Vorzüglich" in den Mund genommen wird, und das gleich fünf Mal, ist stets vom Rassegeflügelzuchtverein die Rede. So wieder geschehen bei der inzwischen 22. Ohretalschau im Vereinsheim "Zur Glucke".

Wolmirstedt l Mit Superlativen hält man sich in der Ohrestadt bedeckt. Wenn dennoch das Wort "Vorzüglich" fällt, und das mehrfach - dann waren die Mitglieder des Rassegeflügelzuchtvereins am Start. So geschehen am Wochenende zur 22. Ohretalschau im Vereinsheim "Zur Glucke". Rund 170 Tiere wurden von den 18 Ausstellern gemeldet und von den Preisrichtern auf Herz und Federkleid geprüft.

Und es gab seitens der Jury viel Lobenswertes zu berichten - fünfmal ein "Vorzüglich" und achtmal ein "Hervorragend". "Und etwa 80 Prozent der Tiere erhielt ein ¿Sehr gut\'", hob Bürgermeister und Schirmherr Martin Stichnoth (CSU) in seiner Ansprache hervor. Das Lob kam aus berufenem Mund. Noch heute ist Martin Stichnoth Mitglied des Vereins, gehörte er in der Vergangenheit zu den erfolgreichsten Züchtern.

Das Stichwort für Heinz Fischer, der seit 21 Jahren den Vorsitz inne hat. So erinnerte er daran, dass die Wolmirstedter als Verein 2012 bei der Landesschau den dritten Platz belegten, Wolfgang Meyer seine bundesweite Vormachtstellung bei den Taubenzüchtern unterstrich und bei den Deutschen Meisterschaften zwei Titel holte. Drei Landesverbandsmeister - für Eva und Wolfgang Meyer sowie Günter Roepke - rundeten ein erfolgreiches Jahr 2012 ab.

Für Heinz Fischer ein Indiz mehr, "wie schwer da der Titel eines Vereinsmeisters wiegt". Das musste auch Wolfgang Meyer anerkennen, der bei den Tauben (mit gleicher Punktzahl wie die beiden Erstplatzierten) "nur" auf Platz drei kam. Der Titel ging an seine Frau Eva, die zudem den Vereinswanderpokal errang und sich über den Frauenleistungspreis freuen durfte. Silber bei den Tauben gewann Heinz Fischer.

Bei den Hühnern und Zwerghühnern holte sich Jutta Fischer Gold. Sie ließ sich auf der 22. Schau ein "Vorzüglich" für ihre Zwerg-Australorps gut schreiben und gewann mit 378 Punkten den Vereinstitel und den Vereinswanderpokal. Der Sieg fiel allerdings sehr knapp aus, denn Hanna Vahldiek brachte es auf 377 Punkte und hatte mit Hauff Chabo ein "vorzügliches" Tier in ihrem Bestand. Auf Platz drei kam Günter Grobosch.

Bürgermeister Martin Stichnoth lobte ausdrücklich das Engagement der Mitglieder, "denn die Züchter tragen mit ihrem Enthusiasmus in einem hohen Maße dazu bei, dass alte Geflügelrassen nicht längst ausgestorben sind." Und der Bürgermeister machte auf ein weiteres Problem aufmerksam: "Eine große Aufgabe in Zukunft muss es sein, noch mehr Bürger für diese schöne, aber auch sehr zeitintensive Freizeitbeschäftigung zu begeistern." Aus gutem Grund wie Martin Stichnoth abschließend betont: "Der Umgang mit Tieren erdet den Menschen!"

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