Der Verein OK-Live Ensemble und Jugendkunstschule Barleben-Wolmirstedt feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Mit mehreren Festen soll der runde Geburtstag gefeiert werden. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren.

Wolmirstedt l Mit den zahlreichen Fans, Anhängern und Unterstützern des OK-Live-Ensembles im Rücken soll 2014 mehrmals kräftig auf die Pauke gehauen werden. Der mit 380 Mitgliedern größte Kultur- und Kunstverein für Kinder und Jugendliche in Sachsen-Anhalt wird in diesem Jahr 20 Jahre alt.

"Wir brauchten nur in die Glut zu pusten, um die Kultur wieder auf- flammen zu lassen."

Kurt Prilloff, ehemaliger Vorsitzender des OK-Live Ensembles

"Das muss gefeiert werden, weil wir darauf wirklich stolz sein können", sagt Kurt Prilloff. Der 69-jährige Wolmirstedter muss es wissen. Er hatte das Ensemble 1994 mit Alfred Wiese und weiteren Kultur-enthusiasten gegründet. Viele Wolmirstedter und Bewohner der umliegenden Orte trauerten damals dem legendären Zielitzer Kaliensemble nach. "Das wurde zwar nach der Wende aufgelöst, ist aber nie in Vergessenheit geraten. Auch durch das Kulturhaus am Zentralen Platz, das leider abgerissen wurde, waren die Wolmirstedter sehr kulturverbunden und gesellig. Wir brauchten also nur in die Glut zu pusten, um mit dem neuen Ensemble die Kultur in der Ohrestadt wieder aufflammen zu lassen."

Bis allerdings genügend Mitstreiter und Sponsoren gefunden waren, um in die großen Fußstapfen des Kali- ensembles zu treten, war es ein steiniger, arbeitsreicher Weg. Kurt Prilloff, bereits Wegbereiter des Zielitzer Kaliensembles, war bis 2009 Vorsitzender des neuen Kulturvereins. Seine Nachfolgerin Rebecca Schulz hat bereits im Vorjahr eine Arbeitsgruppe zur Vorbereitung der Jubiläumsfeierlichkeiten ins Leben gerufen. Ihr gehören neben den jetzigen Vorstandsmitgliedern auch Wegbereiter wie Knut Wahala, der mit seiner Schlangen- und Feuershow Geschichte schrieb, und die neue künstlerische Leiterin Vera Feldmann an.

Die ersten Ideen haben bereits Gestalt angenommen. So sollen die neuen Programme auf das Jubiläum zugeschnitten und wenigstens zwei Mal ganz groß gefeiert werden. Am 26. Juli ist ab 15 Uhr auf der Schlossdomäne in Wolmirstedt ein Sommerfest geplant. "Es soll ein Treff für jung und alt, ein richtiges Familienfest mit viel Spaß und guter Unterhaltung werden", sagt Rebecca Schulz.

"Wir möchten, dass die Besucher Kunst und Kultur als sinnvolle Freizeitbeschäftigung erleben."

Rebecca Schulz, Vorsitzende des OK-Live Ensembles

Daneben gehe es darum, den Verein umfassend zu präsentieren. Für die Kinder und Jugendlichen soll es deshalb jede Menge Mitmachangebote und Wettbewerbe geben. Wer also schon immer mal testen wollte, wie gut er balancieren, jonglieren, tanzen oder malen kann, soll auf dem Fest Gelegenheit dazu bekommen.

"Wir möchten, dass die Besucher Kunst und Kultur als sinnvolle Freizeitbeschäftigung erleben", teilt die Vereinsvorsitzende mit. Auch mehrere Auftritte der jungen Talente des Vereins seien geplant. Für Abwechslung sollen zudem Ponyreiten oder das Spielmobil sorgen.

Wenn alles klappt, könnte das Abendprogramm ein Wiedersehen mit einem der ehemaligen Sänger des Kali- ensembles, Hans-Peter Kamieth, bringen. Der 58-jährige Magdeburger hat nach über zwei Jahrzehnten mit der Band "Doc Hape-Z" ein Comeback gefeiert. "Der rockt immer noch so gut wie zu Kulturhaus-Zeiten", schwärmt Knut Wahala. Er hoffe sehr, dass Kamieth für das Sommerfest zusagt.

Auch zur Jubiläums-Gala am 22. November in der Barleber Mittellandhalle werden Wegbereiter des Vereins erwartet, die ein kleines Programm zeigen. Bereits zugesagt hat Frank Hengstmann. Daneben werden die jungen Talente des Vereins aus den Sparten Musik, Tanz und Artistik auf der Bühne alle Register ihres Könnens ziehen. Alles soll jedoch noch nicht verraten werden. Nur soviel: Zum Tanz spielt die Partyband "Tänzchentee", es gibt Indoorfeuerwerk und eine große Eistorte.