Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Auch 2014 will der FDP-Politiker Projekte voranschieben und Geld in die Hand nehmen. Beispielsweise soll in Ebendorf für 3,5 Millionen Euro eine Kindertagesstätte gebaut werden.

Barleben l Wenn Franz-Ulrich Keindorff (FDP) das vergangene Jahr Revue passieren lässt, blickt der Barleber Bürgermeister auf ereignisreiche zwölf Monate in der Einheitsgemeinde zurück. Die Liste an Investitionen in 2013 ist lang. So wurde beispielsweise mit der Umgestaltung der Außenanlage des Ecole-Gymnasiums begonnen. Insgesamt sollen circa 296000 Euro in das Vorhaben fließen, für dessen Umsetzung sich der Förderverein der Schule maßgeblich engagiert. In diesem Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.

Nach anderthalb Jahren Bauzeit ist im vorangegangenen Jahr zudem das Hauptgebäude des Mühlenhofes in Ebendorf frisch saniert wiedereröffnet worden. "Es ist wichtig, das kulturelle Leben zu fördern", sagt Keindorff. Es gebe nun in allen drei Ortschaften einen kulturellen Treffpunkt. Das neue Ortsteilzentrum "Alter Schulhof" in Meitzendorf komplettiert die Reihe. "In einer riesengroßen Scheune sind die Außenstelle der Bibliothek, der Geschichtsverein, der Kinder- und Jugendclub sowie ein Fleischer untergebracht", zählt der Bürgermeister auf. Für ihn sei die Fertigstellung des Zentrums einer der Höhepunkte des Jahres gewesen.

"Barleben ist um zwei Zentimeter verschont geblieben."

Franz-Ulrich Keindorff, Bürgermeister von Barleben

Einen weiteren, allerdings negativen Höhepunkt stelle für Keindorff das Hochwasser im Juni dar. Durch das sich rückstauende Wasser in Elbe und Ohre war damals auch die Sülze, die durch Barleben fließt, angestiegen. "Barleben ist um zwei Zentimeter verschont geblieben", erinnert sich der Gemeinde-Chef erleichtert. "18 Familien wären betroffen gewesen", ergänzt er. Ein Hochwasserstab wurde damals eingerichtet und unzählige Sandsäcke wurden gefüllt. "Sie waren glücklicherweise nicht erforderlich", erklärt Keindorff. Beeindruckt habe ihn das Engagement der vielen Helfer während dieser kritischen Zeit.

Die Messe "Ostfalentage" lockte 2013 zum dritten Mal viele Gewerbetreibende nach Barleben, und die Oldtimer-Tour - ebenfalls im Juni - wurde laut Keindorff mitgenutzt, um Spenden für Flutgeschädigte zu sammeln. Weitere Vorhaben, die im Vorjahr umgesetzt wurden, waren unter anderem die Neugestaltung des Kindergarten-Spielplatzes in Barleben für rund 140000 Euro, die Eröffnung eines Spielplatzes am Jersleber See sowie der Bau einer Fußgängerbrücke in Ebendorf. Ein Klimaschutzkonzept wurde aufgestellt, und das Standesamt ist in einen größeren Raum umgezogen.

Für dieses Jahr sind ebenfalls eine Reihe von Veranstaltungen und Investitionen geplant - wenn auch, was letzteres angeht, laut Bürgermeister voraussichtlich weniger als in der Vergangenheit. Beispielsweise steht im Sommer der Besuch von Mitgliedern eines Tanzvereins aus der französischen Partnergemeinde Notre Dame d\'Oé an.

Etwa 3,5 Millionen Euro kostet der Neubau einer Kindertagesstätte, die in diesem Jahr in Ebendorf gebaut werden soll. Die Planungen dazu sind laut Keindorff im vorigen Jahr bereits abgeschlossen worden. "Eine Sanierung des alten Gebäudes ist unmöglich", erklärt der Kommunalpolitiker. Es gebe Probleme mit Feuchtigkeit.

Eine wichtige Rolle spiele auch das Thema Demografie. Insgesamt neun sogenannte Steuerungsgruppen beschäftigen sich in Barleben mit der Frage, wie der Wandel der Altersstruktur in den Gemeinden aufgefangen werden kann. So wird beispielsweise ein gemeinsames Familienportal mit der Einheitsgemeinde Niedere Börde angestrebt, eine Mobilitätszentrale hat sich gebildet, ein Mehrgenerationenzentrum soll entstehen, ein Gesundheitsnetzwerk gebildet werden und, und, und.

Desweiteren sei 2014 der erste Spatenstich für eine neue Kindereinrichtung am Technologiepark Ostfalen geplant. Der Südabschnitt des Breitewegs sowie der Helldamm in Barleben sollen zudem ausgebaut werden. Außerdem hoffe Keindorff unter anderem auf eine Fördermittelzusage für die Erweiterung des Sportplatzes Am Anger zu einer Leichtathletikanlage. "Damit wollten wir 2013 eigentlich fertig sein", erläutert der Bürgermeister.