Seit 2002 legt das Blutspendemobil aus Dessau in Ebendorf viermal im Jahr einen Zwischenstopp ein. Am Montag das erste Mal im neuen Jahr. Der Zuspruch an diesem Nachmittag war gut - zwischen 16 und 20 Uhr kamen nicht weniger als 37 Blutspender, darunter vier Erstspender.

Ebendorf l "Wie wichtig eine Blutspende ist, zeigt sich schon alleine daran, dass das DRK knapp 75 Prozent der notwendigen zellulären Blutpräparate für die Versorgung der Patienten bundesweit sichert. Ohne jede einzelne Blutspende, wäre diese Versorgung gar nicht möglich", erläuterte Dr. Reinhild Lotz aus Hohendodeleben, die am Montag mit dem Blutspendemobil aus Dessau nicht das erste Mal vor dem Bürgerhaus in Ebendorf parkte.

In der Ortschaft ist man sich der Verantwortung bewusst, die gerade Blutspenden haben. Das hat einen guten Grund. Ortsbürgermeister Manfred Behrens (CDU) geht seit Jahren mit gutem Beispiel voran. Am Montag war er erneut der erste Spender.

Er blieb aber nicht der einzige, weiß Ingmar Schäfer, der seit zweieinhalb Jahren stets in der Annahme sitzt. Insgesamt 37 Spender kamen in der Zeit zwischen 16 und 20 Uhr, darunter auch vier Erstspender, weiß der Platzwart und aktive Kegler der SG Eintracht Ebendorf.

Im Jahre 2002 organisierte die größte Sportgemeinschaft der Einheitsgemeinde die erste Blutspendeaktion und seitdem legt das Blutspendemobil regelmäßig viermal im Jahr einen Zwischenstopp in Ebendorf ein. Die Eintracht-Mitglieder organisieren dann den Ablauf.

Ab 30 Spender lohnt sich der Aufwand, wurde Ingmar Schäfer aus Dessau versichert. Und diese Zahl - und mehr - an Spendern konnte bis heute jedes Mal erreicht werden. Was nicht heißt, dass nur Sportler kommen.

So war diesmal unter den Spendern das Ehepaar Karl (60) und Angelika Schwäger (57). Für die, so Schwäger, der Termin Herzenssache ist: "Wir stehen unter stetiger Kontrolle, und können außerdem mit unserem Blut anderen Menschen helfen." Das ist auch für Cornelia Feustel (54) die Motivation. Wobei die Ebendorferin nicht verhehlt, dass es ihr immer wieder Überwindung kostet, den Termin wahrzunehmen. "Doch ist mir das Blut abgenommen, dann geht es mir richtig gut." Das war bei Heike Wendt (43) nicht anders. Für sie war es am Montag das erste Mal, dass sie spendete. "Ich denke, was ich kann, kann jeder andere auch. Vor allem, wenn man weiß, dass das Blut dringend benötigt wird", erzählt die Erzieherin und ver- sichert, dass sie das nächste Mal wieder kommen wird.

 

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