Wolmirstedt l Die Zukunft des Lärmschutzwalls an der Colbitzer Straße ist ungewiss. Ein schallschutztechnisches Gutachten sowie eine Verkehrszählung sollen darüber Auskunft geben, ob er überhaupt noch erforderlich ist. Für das schallschutztechnische Gutachten sind rund 3000 Euro veranschlagt, für die Verkehrszählung etwa 500 Euro.

Die Neubewertung des Lärmschutzwalls ist notwendig geworden, weil Teile der integrierten Lärmschutzwand Ende vergangenen Jahres aus Sicherheitsgründen entfernt werden mussten. Der Wiederaufbau der drei Meter hohen Mauer würde mit rund 60000 Euro zu Buche schlagen. Würde sie gar 5,50 Meter hoch gebaut, kämen Kosten von 110000 Euro auf die Stadt zu. Doch muss dieses Geld aufgebracht werden?

Als das Wohngebiet an der Colbitzer Straße in den Neunziger Jahren gebaut wurde, lief daran noch die B 189 vorbei. Damals war der Schallschutz notwendig. Der 250 Meter lange und 5,50 Meter hohe Erdwall wurde errichtet. Aus technischen Gründen musste er auf einer Länge von 54 Metern auf eine Höhe von drei Metern reduziert werden. An dieser Stelle bekam er die drei Meter hohe Lärmschutzwand, die jetzt wegen Baufälligkeit entfernt wurde.

Sollte das Gutachten ausweisen, dass bei den jetzigen Verkehrsverhältnissen kein Lärmschutzwall mehr gebraucht wird, gäbe es die Möglichkeit, diesen Wall abzutragen und die Fläche für die Bebauung mit Doppel- oder Reihenhäusern zur Verfügung zu stellen.