Das Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasium erlebte zum Tag der offenen Tür einen großen Besucheransturm. Vor allem Kinder der vierten Klassen und ihre Eltern schauten sich Haus und Lehrer genau an.

Wolmirstedt l Derzeit werden am Wolmirstedter Kurfürst-Gymnasium fünf fünfte Klassen unterrichtet. "Nach dem Besucherinteresse zu urteilen, könnten es im kommenden Schuljahr ebensoviele werden", sagt der stellvertretende Schulleiter Carsten Koslowski.

Sina Preuß könnte dazugehören. Die Farsleberin möchte womöglich ab September diese Schule besuchen. Noch drückt sie eine Sorge. "Ob ich mich hier zurecht finde", fragt sich die Zehnjährige. Mama Sandra jedenfalls gefallen die hellen Räume. Deren Türen standen am Freitagnachmittag offen und die Lehrer hatten sich eine Menge einfallen lassen, um bei Besuchern die Lust auf diese Schule zu wecken. Im Deutschraum brüteten die Kinder über einem Märchenquiz, während die Eltern das Gespräch mit den Lehrern suchten. "Ich möchte, dass meine Tochter an dieser Schule ihr Abi macht", sagt Doreen Frehe. Tochter Elisabeth (10) möchte das auch und anschließend Tierpflegerin werden.

Dafür sind Lateinkenntnisse sicher von Vorteil. "Wir sind eines der wenigen Gymnasien, die Latein durchgehend als zweite Fremdsprache anbieten", sagt Carsten Koslowski, "außerdem können Schüler hier neben Englisch, Russisch und Französisch auch Italienisch lernen." Ein ganz besonderes Angebot für Sprachbegabte ist der bilinguale Unterricht. Wer sich dafür entscheidet, absolviert den Sozialkundeunterricht nach einer Vorbereitungsphase in englischer Sprache.

Enny Severidt liebäugelt mit einem Magdeburger Gymnasium, aber auch das Wolmirstedter gefällt ihr gut. Beim Tag der offenen Tür hat ihr die Präsentation des Religionsunterrichtes besonders gefallen. Aber dann ließ sich die Zehnjährige auch von der Physik verzaubern. Als Physiklehrer Holger Sell wissen wollte, ob sie schon von den Magdeburger Halbkugeln gehört hätte, schüttelte sie den Kopf. Prompt entfernte er die Luft aus zwei Halbkugeln und selbst mit vereinten Kräften schafften es Enny Severidt und Karl Kleinsorg (13) nicht, diese auseinanderzuziehen.

Ob Enny den Grund dafür in Wolmirstedt erfährt, wird sie bald entscheiden.

 

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