Das Schalmeienorchester Groß Ammensleben hat nach der Winterpause wieder mit den Proben begonnen. Die Musiker treffen sich jeden Sonntag im Gerätehaus der Feuerwehr. Für 2014 hat das Orchester bereits zehn Auftritte fest gebucht.

GroßAmmensleben l Wohlklingende Töne sind seit Sonntag aus Groß Ammensleben zu vernehmen. Für die Anwohner rund um das Feuerwehrgerätehaus das deutliche Signal - die Mitglieder der Schalmeienkapelle Groß Ammensleben haben nach der Winterpause im Versammlungsraum mit ihren Proben für das neue Jahr begonnen.

Der frühe Zeitpunkt hat seinen Grund: Die Musiker, die unter dem Dach der freiwilligen Feuerwehr üben, wollen zu den Auftritten in diesem Jahr bestens vorbereitet sein. Zu den Highlights des Klangkörpers gehörte in den vergangenen Jahren stets der Sachsen-Anhalt-Tag, der in diesem Jahr in Wernigerode stattfindet. Er wird aber nicht der einzige Auftritt für den Klangkörper sein. Ein weiterer Höhepunkt ist das alljährliche, gemeinschaftliche Musizieren mit anderen Schalmeienkapellen. Außerdem ist das Orchester bei keinem Feuerwehr-Geburtstag im Landkreis wegzudenken. Für den richtigen Ton sorgte der Klangkörper auch zu besonderen Festen in den Nachbarorten. Für 2014 liegen der Leitung des Orchesters insgesamt zehn Anfragen vor.

Es sind aber nicht allein die Großereignisse, bei denen die Groß Ammensleber aufspielen. Gern bringen die Musikanten ein Ständchen zu familiären Jubiläen. Auch Groß Ammensleben wird mit "guter Musik" reichlich bedacht. "Die Musiker aus der Niederen Börde werden deshalb 2014 nicht ihre alljährlichen Hausaufgaben vergessen", erläutert Annegret Meinecke, in deren Händen das Management liegt.

So marschiert das Schalmeienorchester bei Fackel- und Lampionumzügen vorne weg, und wenn in Groß Ammensleben der Maifeiertag anbricht, holen die Musikanten traditionell die Bevölkerung lautstark aus den Federn. Dass die Musiker aber auch Spaß verstehen, stellen sie mit ihren Auftritten während der 5. Jahreszeit unter Beweis.

Bis aber jeder einzelne Ton sitzt, muss fleißig geprobt werden. Jeden Sonntag von 10 bis 11.30 Uhr erklingen deshalb Musikstücke unterschiedlicher Couleur, wie der langjährige Vereinsvorsitzende Karl-Heinrich May erläutert. Das Repertoire der Blasmusiker ist breit gefächert, reicht von der charakteristischen Marschmusik über Lieder bis hin zum Schneewalzer und zu Medleys bekannter Songs aus der Unterhaltungsmusik.

"Wir machen die Musik aber nur aus einem einzigen Grund, weil sie uns allen Spaß macht!", lautet der Leitspruch des renommierten Klangkörpers, der inzwischen auf eine über 54-jährige Geschichte zurückblicken kann. Was der Musikwissenschaftler Rüdiger Pfeiffer, unter dessen Anleitung die Probenzeiten stehen, nicht vergisst zu erwähnen, dass Musik, soll sie gut klingen, viel Fleiß, noch mehr Disziplin und immer wieder emsiges Üben voraussetzt.