GroßAmmensleben l "Das Jahr 2013 ist achtbar verlaufen", schätzt der Vorsitzende des Groß Ammensleber Anglervereins "Achtziger", Rainer Elling, ein. Auf der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte "Zur Post" betonte er in seinem Bericht, dass die gestellten Ziele erfüllt wurden. Neben den Veranstaltungen wie das An- und Abangeln, Hegefischen und Vereinsfest wurde besonders der Arbeit mit dem Nachwuchs viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Gute Nachwuchsarbeit im Verein wird prämiert

"Auch wenn nur 6 der 54 Mitglieder Jugendliche sind, so haben sie Anteil am Vereinsleben", erläutert der Vorsitzende. Und er verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die gute Nachwuchsarbeit durch den Anglerverein "Untere Ohre", dem die Groß Ammensleber angehören, mit einer Prämie von 100 Euro gewürdigt wurde. An dieser Ehrung haben vor allem Sebastian May und Fabian Kazmierczak ihren Anteil, die die Jugendlichen betreuen und sie bei den Wettkämpfen begleiten. So beispielsweise zum alljährlichen Freundschaftsangeln nach Wellen, wo Vico Elling gegen stärkste Konkurrenz als Sieger den Pokal gewann.

Zu den ersten Gratulanten gehörte Ortsbürgermeister Rüdiger Pfeiffer. Er dankte den Anglern, die nicht nur Hege und Pflege der Gewässer sowie der Fischbestände betreiben, "sondern sich darüber hinaus aktiv in das Gemeinschaftsleben der Gemeinde einbringen". Dabei dachte der Ortsbürgermeister auch an die acht Arbeitseinsätze der Petrijünger, die neben ihrem Pachtgewässer und dem Mittellandkanal zwischen der Jersleber Brücke und Vahldorf auch Groß Ammensleben ein kleines Stück sauberer gemacht haben. Am liebsten aber angeln die Groß Ammensleber, werfen ihre Ruten vor allem an der "Achtzig", einem Pachtgewässer zwischen Samswegen und Groß Ammensleben, aus. Hier gehen sie auf Jagd nach Schlei, Plötze, Hecht, Aal oder Karpfen. Diese Fried- und Raubfischarten sind in dem Restloch vom Kiesabbau für den Mittellandkanal in großer Zahl vorhanden.

Den Fisch des Jahres 2013 zog Yves Neugebauer am Jersleber See aus dem Wasser. Dabei handelte es sich um einen Hecht mit einer Länge von 1,27 Meter und einem Gewicht von zwölf Kilogramm, der dem Petrijünger an den Haken ging.

Keine Rekorde, dafür ist Geselligkeit angesagt

Keine Rekorde, dafür Geselligkeit gibt es beim traditionellen Nachtfischen, das in der Vergangenheit bereits am Mühlenteich an der Domäne, in der "Achtzig" und am Mittellandkanal stattgefunden hat. Im diesem Jahr steigt das Nachtangeln am 11. Juli an ihrem Pachtgewässer.

Der Volksmund hat Gewässer und umgebendes Waldstück "Achtziger" getauft, weil die gesamte Fläche exakt achtzig Morgen misst, weiß Rainer Elling. Und die Petrijünger haben ihn als Namen auserkoren, als sich der Verein 1962 gründete.

Fast seit Anbeginn dabei ist Wolfgang Wolff, der zur Jahreshauptversammlung vom Vereinsvorsitzenden Rainer Elling für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde.