Das ehemalige Krankenhaus soll im Februar endgültig fallen. Container für Bauschutt und Abrissfahrzeuge sind bereits aufgestellt. Demnächst wird der Bauzaun gesetzt.

Wolmirstedt l Eigentlich sollte das ehemalige Krankenhaus bereits im Herbst gefallen sein. Nun hat das neue Jahr begonnen und Bettenhaus und Nebenanlagen stehen noch immer. Woran es gehapert hat, kann Hans-Jürgen Heck, Pressesprecher der Sana-Kliniken-AG, nicht genau sagen. Doch nun soll es losgehen. Im Februar soll Stein für Stein abgetragen werden. Ist das Gelände beräumt, wird es der Stadt übergeben.

Das Sana Ohre-Klinikum ist im Herbst 2013 am Ameos verkauft worden. Das ehemalige Wolmirstedter Krankenhaus sei jedoch im Besitz von Sana geblieben, stellt Ameos-Pressesprecher Patrick Hoppe klar. Dafür stehe die Sana-AG mit Sitz im oberbayerischen Ismaning noch in der Pflicht.

Das betrifft aber nur die Immobilien und das Gelände. Die Herzschrittmachersprechstunde, die einmal in der Woche im ehemaligen Bettenhaus angeboten wird, ist an Ameos übergegangen. Sie wird auch weiterhin in Wolmirstedt abgehalten. "Diese Sprechstunde wird künftig in den Praxisräumen des Chirurgen Dr. Klaus Nader in der Burgstraße 18 angeboten", sagt Marcel Koch, stellvertretender Kranken- hausdirektor des Haldensleber Ameos-Klinikums. Am Mittwoch, 5. Februar, findet sie ein letztes Mal im ehemaligen Bettenhaus in der Heinrich-Heine-Straße statt. Ab Mittwoch, 12. Februar, werden Patienten dann in der Burgstraße empfangen.

Derzeit werden die Gebäude des ehemaligen Krankenhauses entrümpelt. Danach beginnt das Abrissunternehmen mit der Arbeit. Wann die beendet sein wird, ist noch unklar.

Fest steht jedoch, dass das 33000 Quadratmeter große Gelände an die Stadt übergeht, sobald es beräumt ist. Was dann mit diesem innerstädtischen Areal geschieht, wird derzeit im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes geprüft.

Ursprünglich hatte sich Sana verpflichtet, mit der Schließung des Wolmirstedter Krankenhauses ein Ärztehaus in Wolmirstedt einzurichten. Das war jedoch gescheitert. Die niedergelassenen Ärzte hatten sich längst in Praxen innerhalb der Stadt eingerichtet. Sana war es auch nicht gelungen, neue Ärzte nach Wolmirstedt zu holen. Als Entschädigung wurden der Stadt 40000 Euro gezahlt, die in das Stadtentwicklungskonzept fließen.