Bundesweit 26 673 Kinder und Jugendliche sind im Jahr 2012 mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Allein im Landkreis Börde waren es in dem Jahr 41. Mit der Problematik des sogenannten "Komasaufens" beschäftigt sich jetzt ein Projekt.

Landkreis Börde (tj) l Unter dem Motto "bunt statt blau" ruft die Krankenkasse DAK alle Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 17 Jahren auf, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Bereits zum fünften Mal hat sie den Plakatwettbewerb zum Thema Alkoholmissbrauch ausgelobt. Alle Schulen im Landkreis Börde sind von heute an bis zum 31. März aufgerufen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Dabei sind der Kreativität der Mädchen und Jungen keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, dass kreativ über die Gefahren von Alkohol aufgeklärt wird.

Unterstützung findet die Kampagne auch in der Politik. Neben dem Landesminister für Arbeit und Soziales, Norbert Bischoff (SPD), engagiert sich auch Börde-Landrat Hans Walker (CDU) für das Projekt der Krankenkasse. "Das besondere an der Aktion ist, dass Jugendliche mit ihren Bildern selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken werden", erklärt Walker. Weil er die Präventionskampagne für beispielhaft halte, unterstütze er sie gern. Walkers Erfahrungen aus den vergangenen Jahren: "Die kreativen Möglichkeiten, sich mit dem Thema Alkoholmissbrauch zu beschäftigen, kommen bei Schülern und Lehrer sehr gut an." Deswegen hofft Walker, dass sich erneut viele Schüler aus der Börde daran beteiligen.

Das sogenannte "Komasaufen" würde ein zunehmendes Problem werden, stellt auch Karina Meyer von der Krankenkasse fest. "Bundesweit landen Tag für Tag etwa 70 Kinder und Jugendliche betrunken in einer Klinik. Viele junge Alkoholpatienten sind 10 bis 15 Jahre alt. Um diesen Trend zu stoppen, muss frühzeitig über die Folgen von Alkoholmissbrauch aufgeklärt werden", erklärt Karina Meyer.

Weitere Informationen sowie die Teilnahmeerklärung zu dem Plakatwettbewerb gibt es auch im Internet unter www.dak.de/buntstattblau