Den 72 Gästen des 7. Koch-Events an der Ganztagsschule in Barleben hat es gut gemundet. Und für das gelungene maritime Vier-Gänge-Menü griffen sie gern tief ins Portemonnaie, machten dafür exakt 1500 Euro locker. Über diese großzügige Spende freute sich vor allem das Bodelschwingh-Haus in Wolmirstedt.

Barleben l Viele Köche verderben den Brei! So sagt man. Das mag auch sein, aber garantiert nicht in Barleben. Im Gegenteil, dieser kulinarische Nachweis wurde inzwischen zum siebenten Mal erbracht. Beim 7. Benefizkochen in Barleben standen einmal mehr über 20 Hobbyköche aus dem Altkreis Wolmirstedt und erstmals aus Möser an den Töpfen, Schüsseln und Pfannen der Lehrküche der Ganztagsschule in der Feldstraße 22 und stellten ihre beachtlichen Kochkünste unter Beweis. Mösers Bürgermeister Bernd Köppe, der erstmals mit einem Team aus der Nachbargemeinde beim Koch-Event in der Börde weilte, hatte gleich eine Mammutaufgabe zu bewältigen, das Hauptgericht. Auf den Tisch kam gedünsteter Schellfisch auf Blattspinat mit einer genialen Senfsauce.

Offensichtlich mit großem Erfolg, denn allen 72 Gästen mundete es vorzüglich. So konnte auch diesmal das Vier-Gänge-Menü um einen guten Zweck erweitert werden. Der aber blieb bis zum Schluss im Verborgenen.

Erst als zu später Stunde das aromatische Dessert verzehrt war, danach die Spendenbox in die Runde geschickt wurde, lüftete Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff das streng gehütete Geheimnis: 1500 Euro kamen zusammen, mehr als je zuvor, die an Peter Hugo, Vorstand der Bodelschwingh-Haus Wolmirstedt Stiftung, für den lange geplanten Anbau eines Fahrstuhls weitergereicht wurden. Wie der Stiftungsvorstand erläuterte, befindet sich der Gottesdienstraum im ersten Stock des Altbaus und ist für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte gar nicht oder schwer erreichbar. Ein bereits lang geplanter Fahrstuhl soll nun endlich Abhilfe schaffen.

Dieser für alle so erfreuliche Tag begann bereits gegen 14 Uhr. Die Herdplatten waren in der hochtechnisierten Küche in der Sekundarschule bereits vorgewärmt, als die fünf Leiter mit ihren Teams mit der Arbeit begannen. Die kulinarischen Aufgaben - dabei ging es um die Küche der Ostsee - waren klar abgesteckt. Erika Tholotowsky, Bürgermeisterin der Niederen Börde, zeichnete sich mit ihrem Team für die Vorspeise, das "Pöler Strandgut" verantwortlich. Die Hobbyköche aus der Börde machten ihre Sache prächtig und damit Appetit auf mehr.

Zum Beispiel auf die Vorsuppe, den Hauptgang und die Nachspeise. Mit einer Baltischen Meeresschaum-Suppe überraschte das Team um Franz-Ulrich Keindorff das verwöhnte Publikum. Martin Stichnoth, Wolmirstedts Bürgermeister, zauberte mit seiner Mannschaft als den kulinarischen Abschluss, nachdem das Hauptgericht "Schellfisch Norddeutsch" allen gemundet hatte, einen "Schokotraum zwischen Sonnenaufgang und Abendrot".

Unbeding erwähnt werden muss: das maritime Ambiente war einmal mehr sehenswert. Die Aula versprühte Flair, so wie man ihn nur von der Ostsee her kennt. Dafür gesorgt hatten Schüler und Lehrer der Ganztagsschule.

 

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