Barleben l Das Thema Klimaschutz soll in Barleben künftig eine größere Rolle spielen. Wie Thomas Zaschke mitteilt, sei in Barleben ein Konzept erstellt worden, um die Klimaschutzziele der Europäischen Union und der Bundesregierung bis 2020 beziehungsweise 2050 zu erreichen. "Die Gemeinde will so ihren Teil zur Steigerung der Energieeffizienz und des Ausbaus erneuerbarer Energien beitragen", erläutert der Pressesprecher.

In Zusammenarbeit mit der Hochschule Magdeburg-Stendal sowie einem Ingenieurbüro seien alle "energieverbrauchsrelevanten Bereiche in der Gemeinde betrachtet worden - beispielsweise Objekte aus dem Eigenbetrieb, Wohn- und Gewerbegebiete. "In Auswertung der Ergebnisse des Klimaschutzkonzeptes wurden neun Maßnahmen herausgestellt", informiert Zaschke. Unter anderem solle geprüft nun werden, wie die Effizienz vorhandener Wärmeerzeugungs- und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen gesteigert werden könnte. Weiterhin sei geplant, eine Solaranlage auf dem Dach der neuen Dreifeldhalle in Barleben zu errichten.

"85 Prozent der Straßenbeleuchtung sind mit einer Zeit- und Dämmerungssteuerung ausgestattet."

Thomas Zaschke, Pressesprecher der Einheitsgemeinde Barleben

In puncto Straßenbeleuchtung sei die Gemeinde Barleben bereits dabei, umzurüsten. "So sind 85 Prozent der Straßenbeleuchtung mit einer kombinierten Zeit- und Dämmerungssteuerung ausgestattet", informiert der Pressesprecher. Zudem seien beispielsweise die Laternen am Bahnhof Meitzendorf sowie am Mühlenfeld in Ebendorf mit LED-Birnen ausgestattet worden beziehungsweise würden derzeit damit bestückt werden. "Auf dem Breiteweg in Barleben sind bereits hochwertige Lampen installiert", sagt Thomas Zaschke.

Weiterhin sehe das Klimaschutzkonzept vor, die Flächen des notwendigen Lärmschutzwalls an der B 189 als thermische Solarkollektoren zu nutzen, "um die so gewonnene Wärme in saisonalen Wärmespeichern für das künftige Wohngebiet vorzuhalten", erklärt der Gemeindesprecher weiter. Für die Nutzer würden sich daraus "bedeutende wirtschaftliche Vorteile" ergeben, fügt er hinzu.

Aus dem Anteil erneuerbarer Energie in der verbrauchten Wärme ergebe sich künftig "eine hohe Preisstabilität für die Wärmelieferung. Darüber hinaus fallen für die Eigenheimbesitzer keine Kosten für die Wartung und den Betrieb der Heizungsanlagen, wie Kesselwartung und Schornsteinfegerkosten, an."

Mit dem Klimaschutzkonzept solle Barleben in den kommenden Jahren zu einer Gemeinde mit einer "hochprozentigen regenerativen Energieversorgung" entwickelt und zu einem "bedeutenden Bestandteil der lokalen Identität" werden, informiert Zaschke.