Zu insgesamt neun Einsätzen sind die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Samswegen im Vorjahr ausgerückt. Im Dezember hatten sie ihren wohl schlimmsten Einsatz in den gesamten zwölf Monaten.

Samswegen l Die aktiven Kameraden der Samsweger Feuerwehr sowie Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung hatten sich am vergangenen Wochenende gerade zur Jahreshauptversammlung eingefunden, als plötzlich ein Notruf einging. "Wir wollten gerade anfangen, da ging die Sirene los", sagte Wehrleiterin Marina Brandt. In einer Wohnung sei Gasgeruch festgestellt worden. Sofort machten sich die Brandschützer auf den Weg.

Die Jahreshauptversammlung setzte Marina Brandt trotzdem fort. Den verbliebenen, nicht (mehr) aktiven Kameraden berichtete sie unter anderem von den Einsätzen der Samsweger Feuerwehr in 2013. Insgesamt sei es ein durchschnittliches Jahr gewesen, sagte Brandt gegenüber der Volksstimme, allerdings mit einem traurigen Höhepunkt. "Der schlimmste Einsatz war für die Kollegen sicherlich der Brand eines Wohnwagens am Jersleber See am 4. Dezember, bei dem sie einen Toten gefunden haben", resümierte sie.

Der erste Einsatz 2013 führte die Samsweger Feuerwehr im April in eine Kleingartenanlage. "Durch Lötarbeiten an einer Wasserleitung war es zu einem Schwelbrand der Holzverkleidung eines Bungalows gekommen", erläutert Andreas Schreiber, stellvertretender Ortswehrleiter im Jahresbericht der aktiven Kameraden.

Zum zweiten Mal ging der Alarm am 13. Juni los. Sechs Kameraden machten sich anschließend auf den Weg zur Kiesgrube Farsleben, um beim Befüllen von Sandsäcken zum Schutz gegen das Hochwasser. zu helfen. Etwa einen Monat später heulte die Sirene erneut auf. "Am 11. Juli hatte jemand einen Brand in einem Garten hinter dem Friedhof bemerkt", erinnert sich Schreiber im Abschlussbericht, den die Wehrleiterin vorlas. Als die Kameraden damals eintrafen, sei das Feuer bereits erloschen.

Zur Unterstützung einer Rettungswagenbesatzung waren die Kameraden am 22. Juli unterwegs, um eine Person nach einem Schlaganfall aus dem ersten Obergeschoss herunterzutragen. Erst Anfang Oktober rückte die Samsweger Wehr das nächste Mal aus - ein Radlader eines Agrarbetriebs hatte sich entzündet und brannte trotz Schaumlöschung aus. Am 9. Oktober fand an der Grundschule sowie der Kindertagesstätte "Fuchsbau" in Samswegen eine Einsatzübung statt. Die Gebäude seien dazu mit Nebelmaschinen "verraucht" und von den Erziehern zügig evakuiert worden. "Im Obergeschoss musste eine Übungspuppe gerettet und der Brand bekämpft werden", teilt Schreiber in seinem Bericht mit.

Die letzten vier Einsätze 2013 fanden im Dezember statt. Neben dem Wohnwagenbrand mussten die Kameraden mehrere, während des Sturmtiefs "Xaver" umgestürzte Bäume beseitigen. Am 23. Dezember holte ein Familienstreit die Feuerwehr erneut auf den Plan. "Jemand drohte damit, seine Gasleitung zu manipulieren", berichtet Schreiber. Neben den Einsätzen bildeten sich die Kameraden 2013 auch weiter und sicherten zudem mehrere Veranstaltungen ab.