Täglich bis zu vier Mitarbeiter der Straßenmeis- terei Ebendorf sind für das Großreinemachen eingesetzt, mühen sich, die Landes- und Bundesstraßen vom Müll zu befreien. Wie Straßenmeister Hubertus Schubert konstatiert, eine fast unlösbare Aufgabe.

Ebendorf l Hubertus Schubert, Leiter der Straßenmeisterei, ist stinksauer: "Jetzt, wo der Winter ausbleibt, könnten wir verstärkt mit dem Grünschnitt beginnen. Doch Fehlanzeige. Wer mit offenen Augen durch das Land fährt, sieht: Unbelehrbare schmeißen immer wieder ihren Müll in die Landschaft, die Kosten dafür aber tragen letztlich wir alle."

Es sind inzwischen Tonnen von Müll, die die Mitarbeiter der Straßenmeisterei nach der ersten Schneeschmelze zur Deponie nach Elbeu fahren mussten. Und ein Ende ist gar nicht abzusehen. "Ist ein Bereich entlang der Straße beräumt, dann kann man wetten, dass tags darauf wieder an der gleichen Stelle Müll liegt."

Der Chef der Straßenmeisterei resigniert nicht vor der Mülllawine, aber er wirkt nicht erst seit gestern sehr nachdenklich: "Einige unvernünftige Kraftfahrer, wobei die Zahl eher steigt als sinkt, entsorgen während der Fahrt ihren Müll, die Kosten für das unnötige Großreinemachen aber tragen letztendlich die Steuerzahler."

Eine Lösung hat Hubertus Schubert auch nicht parat, er kann immer wieder nur mahnend den Finger heben. Er wird aber nicht müde dabei. Die Kräfte, die für die "Müllentsorgung" abgestellt werden, fehlen ihm nämlich bei anderen Arbeiten, die gerade zuhauf anstehen.

Gestern Vormittag waren erneut drei Mitarbeiter unterwegs, hatten binnen zwei Stunden mehr als drei blaue Säcke gefüllt, vor allem die Nothaltebuchten, Zufahrten zu landwirtschaftlichen Flächen glichen Mülldeponien. Nicht alles passt in den Müllsack, denn nicht nur Plastikflaschen, Büchsen oder Kartons fliegen aus dem Auto. "Manchmal hat man den Eindruck", so Schubert, "einige entsorgen entlang der vielbefahrenen Straßen ihren Hausstand." Teppiche, Autoreifen, Kühlschränke, Waschmaschinen, Batterien werden kurzer Hand im Wald entsorgt.

Übrigens: Der Müll-Schwerpunkt in der Einheitsgemeinde liegt gegenwärtig an der stark frequentierten Landesstraße zwischen Meitzendorf und Barleben.

Ein echtes Problem sieht Schubert aber auch, was die drei Auffahrten zur Bundesstraße 189 im Bereich Barleben betrifft. Was dagegen ein ganzes Stück auf der Strecke bleibt, sind die Reparaturarbeiten an den Straßen selbst.