Das hat Tradition: Zur Winterberatung traf sich am Sonnabend der Vorstand des Kreisverbandes der Kleingärtner Wolmirstedt mit den Vorsitzenden der Mitgliedsvereine. Vor der ersten Aussaat standen im Katharinensaal wichtige Informationen zu rechtlichen Fragen rund um den Kleingarten und zu Versicherungsfragen zur Diskussion.

Wolmirstedt l Die Kleingartenbesitzer des Altkreises Wolmirstedt suchen alle Jahre wieder das fachkompetente Gespräch mit "Gleichgesinnten" nicht nur über den Gartenzaun. Das wird auch 2014 nicht anders sein. Zweimal im Jahr - so geschehen am Sonnabend, der bereits ein wenig nach Frühling duftete, und dann noch einmal im Sommer - hat sich das Gros der Vorsitzenden der 46 Kleingartenvereine, darunter allein 20 aus Wolmirstedt, ernsthaft etwas zu sagen. An diesem Vormittag aber wurden auch sogenannte "grüne" Themen nicht ausgespart.

Arnim Bartz, der 1. Vorsitzende des Kreisverbandes der Kleingärtner Wolmirstedt, hatte einmal mehr kompetente Fachleute zu diesem Treffen der Kleingärtner in den Katharinensaal auf der Schlossdomäne in Wolmirstedt mit an den Tisch geholt. Ein stets gern gesehener Gast ist die Anwältin Nicole Hollerbuth. Jana Bautsch ihrerseits deckte an diesem Sonnabend einmal mehr die wichtige versicherungstechnische Seite der Kleingartenbesitzer ab.

Das erste Wort aber hatte der 1. Vorsitzende, der, wie es bei den Gartenfreunden üblich ist, zunächst einen kurzen Rückblick, dann aber vorausschauend einen Ausblick auf eine recht optimistische Saison 2014 gab. Dass es im und um den Garten aber nicht nur eitel Sonnenschein gibt, machte schließlich Nicole Hollerbuth deutlich.

Die Rechtsanwältin referierte unter anderem zu dem heiß diskutierten Thema Pacht- und Vereinsrecht. Aber auch darum, wie das kultivierte Leben in den Vereinen strukturiert ist. In ihrem Vortrag ging es dann vordergründig um den Abschluss und die Kündigung von Pachtverträgen mit Kleingartenbesitzern.

Arnim Bartz verwies darauf, dass das Leben in den einzelnen Sparten klar geregelt sein muss, "die Vorschriften und Regeln aber können nur durchgesetzt werden, wenn auch der Vorstand Bescheid weiß, wenn, wie in diesem Fall, regelmäßig geschult wird".

Es war nicht das einzige heikle Thema an diesem Vormittag, so wurde auch die versicherungstechnische Seite angesprochen. Versicherungskauffrau Jana Bautsch verwies in ihrem Vortrag darauf, dass jeder Kleingärtner auf der sicheren Seite ist, "wenn Rechtsschutz, Haftpflicht und die Unfallversicherung auch im Grünen greifen".

Doch wird zur Fortbildung der Kleingärtner nach Wolmirstedt eingeladen, werden auch die grünen Themen nicht ausgespart und sind sie noch so ausgefallen.

So referierte Christina Pape zum Komplex des Säulenobst. Wie die Fachfrau aus Blankenburg erläuterte, gibt es diese besondere Form schon seit über 100 Jahren. Wie die Teilnehmer außerdem erfuhren, hatten einst die Franzosen diese Form vom Obstanbau aus China mitgebracht, um Gärten mit nützlichen Formgehölzen zu bepflanzen.

Wie Arnim Bartz aus eigener Erfahrung ergänzen konnte, nutzen heute viele Kleingärtner diese Form, "weil sie durch die schmalen Bäume ihren Garten gut bearbeiten und so den Ertrag vergrößern können.

Abschließend gab der 1. Vorsitzende des Kreisverbandes der Kleingärtner den Termin für die Sommerschulung am 11. Juni 2014 bekannt. Doch die wird nicht in Wolmirstedt, sondern in Berlin-Marzahn sein, wo zu dieser Zeit die Ausstellung "Internationale Gärten" stattfindet. Wie Arnim Bartz betont, soll dieser Ausflug ins Grüne ein Dankeschön an jene Kleingartenbesitzer sein, die sich über die Jahre in den einzelnen Sparten besonders engagiert haben. "Wer aber letztlich die Reise nach Berlin zur Gartenausstellung mit antritt, das entscheidet der jeweilige Vorstand", so Bartz.