Dem "Mühlenhof" in Ebendorf wird nach der Sanierung mehr und mehr Leben eingehaucht: Am Donnerstag wurde Fasching gefeiert, heute trifft sich der Kultur-Stammtisch und am 15.März steht das Hauptgebäude den Besuchern erstmals offen.

Ebendorf l Am Donnerstag steppt im neuen Kulturzentrum "Mühlenhof" in der Haldensleber Straße der Bär. "Frauenfastnacht wurde ausgelassen gefeiert", erzählt Rosemarie Patzelt, Vorsitzende des Kultur- und Geschichtsverein, und verrät, dass es die erste offizielle Veranstaltung nach der Sanierung des Hauptgebäudes ist. "Und heute Abend sind wir als die neuen Hausherrn Gastgeber für den monatlich stattfindenden Vereinsstammtisch. Das heißt, die Vorsitzendenden aller Ebendorfer Vereine werden erstmals im ,Mühlenhof` gemeinsam an einem Tisch sitzen."

Wie beim Ebendorfer Stammtisch üblich, geht es um die kulturellen Veranstaltungen, die im Ort anstehen. Was im einzelnen angedacht oder geplant ist, da kann und will die Vorsitzende der Veranstaltung nicht vorgreifen: "Wir aber werden in dieser Runde darauf hinweisen, dass die Übergabe des Hauptgebäudes nun auch amtlich ist."

Vor wenigen Tagen wurde an der Hausfront zur Haldensleber Straße das Schild der Lokalen Aktionsgruppe Colbitz-Letzlinger Heide angebracht: "Hier kann jeder Besucher schwarz auf weiß nachlesen, dass das Haus der Vereine und die Bibliothek im Dezember 2013 fertig gestellt wurde", erzählt Ortsbürgermeister Manfred Behrens, der gemeinsam mit seinen Stellvertretern Michael Madjera und Manfred Biedermann das Zentrum besichtigte. Der Hinweis, "dass (Förder)Mittel von der Gemeinde Barleben und der EU flossen", ist dabei den Kommunalpolitikern wichtig.

Dass das Geld gut angelegt ist, davon können sich nicht nur Ebendorfer am 15. März überzeugen. Der Kultur- und Geschichtsverein lädt von 14 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. "Bis dahin wird das Haus endgültig eingerichtet sein", verspricht die Vereinsvorsitzende, "außerdem werden wir an diesem Tag im Kulturraum im Obergeschoss die Ausstellung zur Geschichte von Ebendorf eröffnen." Die obere Etage wurde bewusst gewählt. Hier befindet sich neben Archiv und dem Büro ein Stück Heimatgeschichte. Der Verein hat in der Heimatstube den altehrwürdigen Berufen des Schneiders und Frisörs, so wie sie es heute nicht mehr gibt, ein Denkmal gesetzt. Zudem erinnern alte Exponate in der Dauerausstellung an jene Zeit, als im Dorf noch unterrichtet wurde. Im Erdgeschoss haben die Vereinsmitglieder eine Museumsstube eingerichtet. Gleich nebenan ist eine alte Küche (mit moderneren Zuschnitt) zu besichtigen. Am 15. März wird auch die Bibliothek geöffnet sein, verspricht Patzelt und hofft auf regen Besucherandrang.