Insgesamt 106 Mal hat ein Alarm die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wolmirstedt im vergangenen Jahr auf den Plan gerufen. Die Brandschützer aus Mose mussten 16 Mal ausrücken. Welche Einsätze sich hinter den Notrufen verbargen, darüber zogen die Floriansjünger auf ihrer Jahreshauptversammlung Bilanz.

Wolmirstedt l Weniger Brände, dafür mehr technische Hilfeleistungen - das ist die kurze Bilanz von Wolmirstedts Ortswehrleiter Marko Reinhardt über das Einsatzjahr 2013. Auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr am Sonnabend erklärte er den anwesenden Kameraden aus der Ohrestadt, Mose, Glindenberg und Farsleben, Mitgliedern der Jugendwehr sowie Gästen aus den befreundeten Wehren in Wunstorf und Bokeloh, welche Einsätze die Floriansjünger im Vorjahr auf den Plan riefen.

Insgesamt 106 Mal schellte der Alarm in Wolmirstedt. Die meisten Einsätze hatten die Kameraden während des Juni-Hochwassers, auf das Marko Reinhardt noch einmal detaillierter einging. "Am 13. Juni waren wir mit 20 Kameraden 13 Stunden lang im Einsatz, als ein Deich drohte abzurutschen", erinnerte der Ortswehrleiter an die dramatische Situation in Glindenberg.

Zu den besonderen Einsätzen zählte 2013 auch die Hilfeleistung nach einem Chlorgas-Unfall im Bodelschwingh-Haus, bei dem zwei Menschen Atemwegsreizungen erlitten hatten. Weiterhin zählte Reinhardt das Feuer in einem Wohnhaus in der Samsweger Straße, den Brand eines Mähdreschers, eines kleinen Grünschnitthaufens im Bauernweg sowie den Einsatz nach einem Unfall auf der Autobahn auf. Das sei einer der besonders schlimmen Einsätze gewesen. "Ein Lkw hatte die Leitplanke durchbrochen, der Fahrer hat nicht überlebt", erklärte der Ortswehrleiter.

Die Feuerwehrleute aus Mose rückten 2013 insgesamt 16 Mal aus. Wie Ortswehrleiter Thomas Nagel in seinem Jahresbericht mitteilte, seien darunter unter anderem sechs Brände und vier technische Hilfeleistungen gewesen.

Auch die Aus- und Weiterbildung der Kameraden stand 2013 im Fokus. In Wolmirstedt beispielsweise absolvierten die 40 aktiven Kameraden insgesamt und zusammengezählt rund 1753 Ausbildungsstunden. Auch Jugendwart Sebastian Sommer sowie Gisela Schulze von der Alters- und Ehrenabteilung ließen das vergangene Jahr Revue passieren. Wolmirstedts Bürgermeister Martin Stichnoth und weitere Gäste ergriffen ebenfalls das Wort und betonten die Wichtigkeit der Feuerwehr.