Die Ortsfeuerwehr Barleben schaut auf ein ereignisreiches Jahr 2013 zurück. Die Brandschützer hatten 72 Einsätze zu vermelden, stellen aber auch einen wichtigen kulturellen Faktor dar.

Barleben l Die Blauröcke der Barleber Ortsfeuerwehr gehörten zu den letzten ihrer Zunft, die zur Jahreshauptversammlung zusammengekommen waren. Für die Gemeinde aber stets ein besonderer Anlass, um verdienstvolle Kameraden zu ehren und zu befördern. Für ihre hohe Einsatzbereitschaft im vergangenen Jahr wurden David Wintrowicz, Winfred Nabel, Martin Witzel und Christian Wintrowicz ausgezeichnet.

Im Anschluss beförderte Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff David Wintrowicz zum Oberfeuerwehrmann sowie Klaus Dänhardt und Otfried Müller zu Löschmeistern. Zum Hauptlöschmeister wurde Danny Fritze ernannt. Eine Ehrenurkunde für zehn Jahre Ehrendienst gab es für Klaus Dänhardt, Tino Meinert und Stefan Sievert. Mittlerweile 60 Jahre hält Herbert Koch der Barleber Feuerwehr die Treue.

Zu Beginn der Jahreshauptversammlung ließ Ortswehrleiter Daniel Säuberlich das zurückliegende Jahr Revue passieren und gab zugleich einen Ausblick auf die Höhepunkte des Jahres. 2013 rückten die 36 aktiven Kameraden der Barleber Ortswehr zu insgesamt 72 Einsätze aus. Das waren vier weniger als 2012.

Erfreulich aus der Sicht des Ortswehrleiters auch die Tatsache, dass die Barleber Kameraden 2013 insgesamt 44 Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene besuchten. Das heißt, die Feuerwehrleute drückten nach Feierabend 1041 Stunden die "Schulbank". Bei den Lehrgängen dominierten die Fortbildung im Digitalfunk sowie die Spezialausbildung zum Atemschutzgeräteträger. Daniel Säuberlich machte in seinem Rechenschaftsbericht aber auch darauf aufmerksam, dass die Ortswehr seit jeher ein wichtiger kultureller Faktor in Barleben ist und auch im zurückliegenden Jahr zahlreiche Akzente im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde setzte. Vom Osterfeuer über das Maibaumsetzen bis hin zum Weihnachtsmarkt waren die Kameraden nicht nur dabei, sondern mittendrin. Einen besonderen Höhepunk stellte die Benefizveranstaltung für Betroffene des Hochwassers dar, bei der sich die Kameraden solidarisch mit den Feuerwehrleuten in Rothensee zeigten.

Erfreulich auch die Bilanz bei der vierköpfigen Jugendfeuerwehr und den - inzwischen auf 15 angewachsenen - Barleber "Feuerwehrhörnchen". Herbert Koch konnte im Anschluss von einer intensiven Arbeit der Alters- und Ehrenabteilung berichten.

Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff bedankte sich für die Einsatzbereitschaft der Kameraden und versicherte einmal mehr, "dass sich die Feuerwehr auch künftig der Unterstützung der Gemeinde sicher sein kann".Als ein Beispiel führte er die Anschaffung der neuen Schutzkleidung an. Ob es aber in nächster Zukunft einen An- oder Neubau des Gerätehauses geben wird, so der Bürgermeister, muss die Gefahrenanalyse an den Tag bringen, die derzeit erstellt wird.

"Wer aber sein Leben für die Allgemeinheit einsetzt, soll auch Vorteile davon haben", betonte Keindorff und verwies darauf, dass die Gemeinde auch die ÖSA-Rente für Feuerwehrleute finanziell unterstützt. "Ihr könnt stolz darauf sein, was von jedem Einzelnen 2013 erreicht wurde", so der Bürgermeister abschließend, "ihr seid eine Wehr mit Zukunft, denn 83 Prozent der Kameraden sind unter 40 Jahre."