Die Freiwillige Feuerwehr Sandbeiendorf plagen Nachwuchssorgen. Derzeit sind nur noch 20 Kameraden in der Einsatzabteilung tätig. Wehrleiter Lothar Gromann betonte, dass dennoch alle Einsätze im Jahr 2013 abgesichert werden konnten.

Sandbeiendorf l "Es darf nicht sein, dass die Feuerwehr in Sandbeiendorf nach 150 Jahren aufhört zu existieren." Mit diesem dramatischen Appell kündigte Lothar Gromann bei der Jahreshauptversammlung an, dass sich die Wehr stärker um den Nachwuchs bemühen wird.

In seinem Bericht ging er auf die vier Einsätze des vergangenen Jahres ein. Darunter waren zwei Brandeinsätze, eine technische Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall sowie ein Einsatz beim Hochwasser in Zielitz.

Die Sandbeiendorfer Feuerwehr verfügt über einen hohen Ausbildungsstand. "Problem ist aber die ungenügende Zahl von Atemschutzgeräteträgern", schränkte der Wehrleiter ein. Zur Kritik an der noch fehlenden Freischaltung des Digitalfunks konnte der stellvertretende Verbandsgemeindewehrleiter Tobias Knoost gleich eine erfreuliche Mitteilung machen. "Der Funk ist heute freigeschaltet worden."

Damit im Einsatzfall genügend Löschwasser bereit steht, kümmern sich die Sandbeiendorfer Kameraden regelmäßig um die Unterflurhydranten und den Tiefbrunnen in der Siedlung "Klein Magdeburg".

Auch am Gerätehaus sind die Feuerwehrleute aktiv. So wurde an der Hinterfront ein neues Tor eingebaut sowie ein Geländer am Eingang zur Fahrzeughalle montiert.

Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette bedankte sich bei den Sandbeiendorfer Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft. Er kündigte an, dass die Ausrückeordnung so geändert wird, dass künftig im Einsatzfall mehrere Wehren alarmiert werden. "Deshalb sollten auch mehr gemeinsame Übungen gefahren werden", so Schmette.