Der Wochenmarkt bietet ein neues Gesicht. Seit gestern stehen alle Wagen längs zur Laufrichtung. Mit der neuen Aufstellordnung folgt die Verwaltung dem Wunsch der Händler.

Wolmirstedt l Yvonne Kirsten verkauft Pferdewurst. Gestern, am Mittwoch, stand sie zum ersten Mal vor dem Gebäude des Wolmirstedter Wasser- und Abwasserzweckverbandes (WWAZ). Der neue Standplatz gefällt ihr ausgezeichnet. "Ich habe viel mehr Kunden, weil ich besser gesehen werde", sagt sie. Carina Lehmann, die Geflügel im Angebot hat, stimmt zu. Sie mag den Anblick des gesamten Marktes nun lieber. "So wie die Wagen stehen, sieht es nach mehr aus", sagt sie. Gitta Nestler ist Stammkundin des Wochenmarktes. "Nun können die Kunden strömen", lacht sie, "aber die Mädels können nicht mehr miteinander reden." Das haben die Händlerinnen, die sich bisher gegenüber standen, immer gerne getan, dennoch wollten sie im Sinne der Umsatzzahlen lieber die Längsrichtung. "Die Kunden finden es super", hat Käseverkäuferin Manja Eisenga erfahren.

Kundin Erika Voigt gefällt die neue Aufstellordnung ebenfalls, aber sie hat einen Hinweis parat. "Der Markt könnte bis zur Friedensstraße heruntergezogen werden." Das schmale Stück des Boulevards kann allerdings nur von solchen Händlern belegt werden, die kleine Stände aufbauen, wie Spargelhändler. "Wir müssen die Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge gewährleisten", sagt Dirk Illgas vom Fachdienst für Ordnung und Sicherheit.

Die neue Aufstellordnung folgt dem Wunsch der Händler. "Wir befinden uns jetzt in der Probephase", so Dirk Illgas, in zwei bis drei Wochen werden wir sehen, ob wir den einen oder anderen Wagen verschieben müssen." Für die längsstehenden Wagen mussten ein paar Bänke weichen, die allerdings an anderer Stelle wieder Platz finden sollen. Derzeit befinden sich viele Bänke noch in der Werkstatt des Eigenbetriebes Wirtschaftshof und werden dort aufgearbeitet.

Verwunderung rief die neue Aufstellordnung bei der Interessengemeinschaft Innenstadt hervor. "Wir als ortsansässige Händler sind in den Prozess nicht mit einbezogen worden", sagt Vereinsvorsitzender Andreas Lücke. Dirk Illgas sieht die Ladeninhaber von der neuen Aufstellordnung nicht betroffen. Im Gegenteil. "Die Wagen stehen jetzt weiter von den Hauswänden weg, sodass Kunden vor den Geschäften mehr Platz haben. Die Wege zwischen den Wagen lassen die Geschäfte gut erkennen."

   

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