Im Rahmen der Wirtschaftsförderung ist ein Wirtschaftsbeirat ins Leben gerufen worden. Der soll bei der Stadtentwicklung beraten und den Aufbau eines Unternehmernetzwerkes ermöglichen.

Wolmirstedt l Wirtschaftsförderung hatte sich Bürgermeister Martin Stichnoth (CDU) bereits im Wahlkampf auf die Fahnen geschrieben. Die Gründung eines Wirtschaftsbeirates ist ein Baustein dazu. "Ich erhoffe mir von diesem Beirat Vorschläge für die Stadtentwicklung", sagt Martin Stichnoth, "hier soll sich die Stimme der Wirtschaft erheben." Der Wirtschaftsbeirat hat derzeit 17 Mitglieder, darunter international agierende Unternehmer, regionale Handwerksbetriebe, Dienstleister. "Der Beirat ist offen für alle Gewerbetreibenden und Freiberufler", betont Astrid Eichel, die im Rathaus für die Wirtschaftsförderung zuständig ist, "auch Vereine können sich einklinken."

"Kontakte dienen dazu, Aufträge in der Region zu lassen."

Carlo Hinze

Bei den Unternehmern kommt dieser Wirtschaftsbeirat durchweg positiv an. "Diese Runde eignet sich gut, um andere Unternehmen und ihr Geschäftsfeld kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen", sagt Carlo Hinze, Niederlassungsleiter der Papenburg AG, "diese Kontakte dienen dazu, Aufträge in der Region lassen."

Es war das zweite Treffen des Unternehmerbeirates. Bereits beim ersten Mal war Astrid Eichel über die Tatsache erstaunt, dass viele Unternehmer gar nicht voneinander wussten, obwohl zwischen ihren Betrieben nur 500 Meter Luftlinie liegen. Das bestätigt Frank Neubauer, in dessen Metallbaufirma am Handwerkerring der Unternehmerbeirat zusammengekommen war. "In dieser Runde erfahren wir, was andere Betriebe machen und können womöglich künftig zusammenarbeiten." Wie Carlo Hinze legt auch Frank Neubauer legt Wert darauf, dass möglichst alle Komponenten für seine Produktion aus der Region kommen und dieser Beirat eröffnet neue Möglichkeiten für Kooperationen. Carlo Hinze betont: "Das stärkt die Wirtschaft und letztlich die Kaufkraft."

Demnächst wird im Rathaus eine Wirtschaftsbroschüre für Wolmirstedt erarbeitet. Darin werden vor allem Unternehmensschwerpunkte wie Metallverarbeitung, Kunststoffindustrie und Dienstleistung vorgestellt sowie Ansprechpartner für Gewerbetreibende aufgezeigt.

"Die Region braucht gute Nachrichten."

Frank Neubauer

So eine Broschüre hält Frank Neubauer als Baustein des Stadtmarketings für unerlässlich. Er setzt generell auf mehr Selbstbewusstsein der Region. "Wir müssen unsere Leistungsfähigkeit über die Ländergrenzen bekannt machen und die Arbeit, die hier geleistet wird, interessant vermitteln. Die Region braucht gute Nachrichten."

Die Treffen des Wirtschaftsbeirates werden mit Vorträgen von Gastdozenten bereichert. Diesmal ging es um Fördermittel und Internetauftritte. Beim nächsten Mal wird eine andere Firma Gastgeber sein.