Stimmungsvoller Karneval ist auch jenseits des Aschermittwochs noch möglich. Den Beweis dafür traten die Mitglieder des Hillersleber Bürgerhausvereines bei ihrer Faschingsparty an.

Hillersleben l Der Saal des Bürgerhauses, dessen Rettung und Instandhaltung sich die Vereinsmitglieder auf die Fahnen geschrieben haben, bebte. "Seit Oktober haben wir uns intensiv auf unser nunmehr neuntes Faschingsprogramm vorbereitet", berichtete Vereinsvorsitzende Jutta Kronig.

Kulissen wurden gebaut, Kostüme geschneidert, Texte geschrieben und an jedem Sonntagnachmittag geprobt. Sogar die Bühne bekam extra einen Anbau. Doch die Mühen haben sich gelohnt.

Sieben schrille Vögel rocken im Schwarzlicht den Saal

Mit jedem der zwölf Programmpunkte stieg der Stimmungspegel weiter an. Kleine Seitenhiebe gab es, als Doreen Haensch in ihrer Büttenrede die Ausgleichspflanzungen für den Solarpark anmahnte. Drei Frauen im besten Alter besangen ihre Probleme bei der Kleiderwahl. Chantal, Maria, Lisa und Kim bewiesen ihre tänzerische Begabung bevor sich der Saal verdunkelte. Im Schwarzlicht rockten sieben schrille Vögel den Saal, der lautstark eine Zugabe einforderte.

Daniel und Mandy erörterten dann nicht ganz jugendfrei ihre Beziehungsprobleme. Danach war die Bühne frei für ein etwas anderes "Schneewittchen". Toll auch die Papageiennummer der "Prinzen vom Köhlerberg". Dass auch die Hillersleber Männer gut tanzen können, zeigten sie gleich bei mehreren Programmpunkten, etwa bei den sieben Sünden oder bei "Da staunt der vordere Orient". Ein Glanzpunkt war der temperamentvolle Cancan von Basti, Marcel, Daniel und Otti. Jutta Kronig dirigierte mit vollem Einsatz das Luftpumpenorchester. Zum Abschluss tanzen alle Akteure noch einmal unter prasselndem Applaus nach "Mama Lou" durch den Saal. Reichlich Anerkennung für das ideenreiche Programm gab es auch von sachkundigen Gästen vom Neuenhofer Karnevalverein.

   

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