Die Tourismus-Studie "Verborgene Schätzen an der Straße der Romanik" ist fertiggestellt worden. Aus der Hohen Börde sind sieben Stationen dabei. Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel sieht in und nach der Studie weiteres Potenzial für die touristische Erschließung in der Gemeinde.

KlosterHuysburg/HoheBörde l Feierlich hatte Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende der Lokalen Leader-Aktionsgruppe (LAG) "Flechtinger Höhenzug" im Kloster Huysburg die neue Hochglanzbroschüre "Verborgene Schätzen an der Straße der Romanik" in Empfang genommen und mit ihr die Vorsitzenden der anderen vier beteiligten LAG. Initiator des LAG-übergreifenden Tourismus-Projektes war die LAG "Flechtinger Höhenzug" gewesen.

Sieben Schätze schlummern in der Hohen Börde

Vor gut einem Jahr hatten die Aktionsgruppen per Vertrag die Studie zu Erschließung neuer touristischer Potenziale zwischen Elbestrand und Harzvorland in Auftrag gegeben. Das Ziel: Mit der Studie sollten Geschichten, Scha¨tze und Sehenswu¨rdigkeiten zwischen den offiziellen Stationen der "Straße der Romanik" bekannt gemacht werden. Neue Erlebnispunkte auf jeder Etappe der offiziellen Route sollten beschrieben und touristisch vermarktet werden. Die Autoren der Studie haben gemeinsam mit Akteuren vor Ort die Geschichte und Geschichten rund um die 46 Erlebnisstationen ausgegraben, ihre historischen Wurzeln ergründet, ihre Entwicklung, Bedeutung und Besonderheiten beschrieben und neue Ansätze für die weitere touristische Erschließung dieses Kernlandes deutscher Geschichte herausgearbeitet.

Mit dabei aus der Hohen Börde sind das Niederndodeleber Holunderkontor, Bebertal mit seinem Taufengel in der Tauf- und Radfahrerkirche St. Godebert, das Nordgermersleber Ökobad in Verbindung mit dem Pfad der Sinne, die Holunderplantage "Elfenwiese" in Brumby, die Rottmersleber Jakobuskirche mit ihrer Meditationsgruft und Wasserspielen sowie die Ackendorfer Bonifatiuskirche mit ihren mittelalterlichen Fresken, die Kulturkirche Hermsdorf und die Autobahnkirche Hohenwarsleben.

Studie soll ins Rennen um den Romanikpreis gehen

Einziger Wermutstropfen: Die Broschüre hat eine Erstauflage von nur 50 Exemplaren. "Eine höhere Auflage ist natürlich vorgesehen", betonte Steffi Trittel. Bisher fehlt dafür aber das Geld. Eine mögliche Finanzierungquelle könnte Steffi Trittel zufolge der Wettbewerb um den vom Tourismusverband Sachsen-Anhalt ausgelobten Romanikpreis werden. Der Preis wird seit 1996 für besonders phantasievolle und werbewirksame Aktionen für die Straße der Romanik vergeben. "Gewinnen wir das Preisgeld, könnten wir den Druck dieser tollen Broschüre finanzieren", erklärte Steffi Trittel.

Eine eigene "App" und der Schutz des Markennamens "Verborgene Schätze" wären Trittel zufolge nächste denkbare Schritte. Und: "Im Zuge der Reformationsdekade rund um den 500. Jahrestag der Reformation werden tausende Touristen im Raum zwischen Wittenberg, Magdeburg und Halberstadt unterwegs sein. Dafür gilt es gerüstet zu sein, das ist die klare Botschaft. Wir müssen an unserer touristischen Infrastruktur arbeiten, interessante Angebote schaffen. Dazu gehört die jetzt fertiggestellte Studie ebenso wie die Weiterentwicklung unseres Holunderradwegenetzes mit seinen Stationen und Angeboten. Und wir müssen neue Ideen entwickeln - gerade für die Luther-Dekade. Die Bedeutung und das Potenzial dieses einmaligen Jubiläums direkt vor unserer Haustür kann gar nicht überschätzt werden."