Landkreis Börde (tj) l Der Kulturkonvent im Landkreis Börde hat seine Arbeit aufgenommen. Der Kreistag hatte auf seiner letzten Sitzung des vergangenen Jahres beschlossen, einen solchen Konvent ins Leben zu rufen. Nach der konstituierenden Sitzung im Februar traf sich das nichtöffentlich tagende Gremium in der vergangenen Woche im Kreis- und Stadtarchiv Haldensleben bereits zu seiner zweiten Beratung.

Dem Vorsitzenden des Kreis-Kulturausschusses, Heinz Maspfuhl (SPD), wurde auch der Vorsitz über den Kulturkonvent übertragen. Das Gremium setzt sich aus den Mitgliedern des Fachausschusses Kultur und Soziales, den Fraktionsvorsitzenden des Kreistages, den Einrichtungsleitern sowie zwei Vertretern des Fachdienstes Schulen und Kultur zusammen. Insgesamt hat der Konvent 30 Mitglieder.

Die Arbeit ist zunächst auf ein Jahr angelegt. Die Geschäftsordnung legt fest, dass die Beratungen des Kulturkonventes nichtöffentlich stattfinden. Bei den Sitzungen soll über die Zukunft und die strategische Zielplanung der kulturellen Einrichtungen im Landkreis beraten werden. Themen wie Wirtschaftlichkeit und Leistungserbringung sollen diskutiert werden. "Unter Berücksichtigung aktueller und zukünftig absehbarer Rahmenbedingungen soll der Konvent Vorschläge für die Zukunfts- und Handlungsfähigkeit der kulturellen Einrichtungen in Trägerschaft des Landkreises Börde unterbreiten", erklärt Landkreis-Sprecher Uwe Baumgart.

Zu den Einrichtungen gehören das Kreismuseum Haldensleben, das Kreismuseum Wolmirstedt, das Börde-Museum Burg Ummendorf, das Technische Denkmal Ziegelei Hundisburg, die Kreisvolkshochschule Börde, die Kreismusikschule Haldensleben/Wolmirstedt, die Kreismusikschule "Kurt Masur" Oschersleben, das Kreis- und Stadtarchiv sowie die Kreisbibliothek.

"Kulturelle Bildung und das Vorhalten kultureller Angebote sind in unmittelbarem Zusammenhang mit der Attraktivität des Landkreises Börde als Wirtschaftsstandort zu betrachten", so Uwe Baumgart weiter.

Die Standortattraktivität soll weiter erhalten bleiben

Dazu sei es erforderlich, festzustellen, welche Leistungsangebote notwendig seien, um diese Standortattraktivität zu erhalten oder zu erhöhen und welche Ressourcen dafür einzusetzen seien. Herausforderungen ergeben sich aus gesellschaftlichen (Migration und Globalisierung), demografischen (Rückgang der Einwohnerzahlen, Veränderungen der Bevölkerungsstruktur) und finanziellen Veränderungen, so der Kreissprecher. "Vor diesem Hintergrund gilt es, die Zukunfts- und Handlungsfähigkeit der kulturellen Einrichtungen und der inhaltlichen Arbeit auszurichten und sicherzustellen", sagte Uwe Baumgart.