Ebendorf l Der neue "Mühlenhof" wird von den Ebendorfern angenommen. Zum Tag der offenen Tür am vergangenen Sonnabend kamen über einhundert Besucher in das ländliche Kulturzentrum, das viel Geschichte über den Ortsteil beherbergt.

"Die Neugierde war riesengroß!" Vorsitzende Rosemarie Patzelt und die Mitglieder des Kultur- und Geschichtsvereins freuten sich über die Resonanz zum Tag der offenen Tür auf dem "Mühlenhof". Weit über 100 Besucher wurden am Sonnabend zwischen 14 und 17 Uhr in der Haldensleber Straße gezählt. "Dieser Ansturm zeigt mir, dass das hier entstehende ländliche Kulturzentrum von den Menschen der Region angenommen wird", so die Vorsitzende. Und es waren nicht nur Ebendorfer, die das sanierte Hauptgebäude in Augenschein nahmen.

Wie Rosemarie Patzelt im Gästebuch nachlesen konnte, schauten vor allem ältere, aber auch viele junge Menschen aus Meitzendorf, Barleben, Dahlenwarsleben und aus Magdeburg in Ebendorf vorbei. Überrascht zeigte sich die Vorsitzende, dass selbst zwei Thüringer den Besuch bei Verwandten in der Börde nutzten, um sich auf dem "Mühlenhof" umzuschauen.

Was Roswitha Patzelt besonders freute, dass mancher Gast ein kleines Geschenk mitbrachte. So beispielsweise Anna Rudolph. Die 80-jährige Ebendorferin hat zu Hause noch eine uralte Dezimalwaage, die sie einst als Erbstück von den Schwiegereltern bekam. Nachdem die rüstige Rentnerin die alte Küche auf dem Mühlenhof besichtigt hatte, war ihr klar, "hier ist sie in Zukunft besser aufgehoben."

Seit Sonnabend nicht das einzige neue und geschichtsträchtige Stück im Fundus des Kultur- und Geschichtsverein. Anneliese Keindorff vom Heimatverein Barleben gab den Gastgebern das Versprechen, dass sie sich aus dem Barleber Fundus all jene Stücke ausleihen können, die mehr über die Historie von Ebendorf erzählen.

Was aber zur Geschichte von Ebendorf bekannt ist, das kann sich seit Sonnabend in einer Dauerausstellung im oberen Stockwerk des Hauptgebäudes angeschaut und nachgelesen werden. Die Arbeitsgemeinschaft "Geschichte", so war von den ortsansässigen Besuchern immer wieder zu hören, hat hier gute Arbeit geleistet. So kann sich der Betrachter anhand von Fotos und Dokumenten auf einen "Historischen Pfad durch Ebendorf" begeben, erfährt alles "Rund um die Dorfkirche" und kann die "Entwicklung des Ortsteils vom Bauerndorf zur Wohnsiedlung" nachvollziehen.

Der Rundgang am Sonnabend durch das Haus aber führte auch in die Heimatstube, das Archiv, die alte Wohnstube und Küche. Ja, selbst die Bibliothek wurde rege besucht. Wer aber den Termin am Sonnabend verpasst hat, kann das an jedem zweiten Mittwoch des Monats nachholen, denn von 16 bis 18 Uhr ist die Heimatstube für den Publikumsverkehr geöffnet.

   

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