Die Gruppen des OK-Live Ensembles und der Jugendkunstschule Barleben-Wolmirstedt haben sich zum Intensivtraining in der Mittellandhalle getroffen. Zwei neue Programme hat der Verein gerade in Vorbereitung.

Barleben l Die Bühnenshows des OK-Live Ensembles Barleben-Wolmirstedt haben eine große Fangemeinde im In- und Ausland. Wieviel Arbeit es macht und Schweiß fließt, bevor so ein zweistündiges Programm bühnenreif ist, kann aber wohl kaum jemand ermessen. Viele Ideen und unzählige Übungsstunden sind notwendig, bis alles rund läuft. Neben den wöchentlichen Proben findet deshalb einmal im Jahr ein Intensivtraining statt, an dem alle Gruppen gemeinsam teilnehmen.

Sonst fuhren sie dazu ins Trainingslager nach Schierke. "In diesem Jahr hat es nicht geklappt, wir mussten in die Mittellandhalle Barleben ausweichen, wo die Bedingungen allerdings hervorragend sind. Gefördert wurde das zweitägige Training wieder durch das Land Sachsen-Anhalt", sagt Vereinsvorsitzende Rebecca Schulz. Da der größte Kulturverein dieser Art in Sachsen-Anhalt 20 Jahre alt wird, sollen zwei besonders spannende Programme entstehen. Die große Bühnenshow "20 Jahre OK-Live - bis hier hin und noch viel weiter" soll Mitte des Jahres Premiere haben, die Show der kleinen Talente trägt den bezeichnenden Titel "Wir sind das Morgen".

Mit viel Begeisterung arbeiteten die jungen Talente am Wochenende unter der Leitung ihrer Trainer stundenlang an den neuen Programmen. "Wichtig ist besonders bei den Jüngsten der behutsame Umgang. Und wenn mal was nicht gleich klappt - geschenkt. Alle sollen Spaß haben", betont Rebecca Schulz. Amy Leuschner aus Ebendorf gehört zu den Artistinnen, die von Manfred Bär angeleitet werden. Die Achtjährige ist seit drei Jahren im Verein. Unermüdlich übte sie am Sonnabend den Salto rückwärts. Genau dieser Ehrgeiz, erklärt Vera Feldmann, künstlerische Leiterin, sei neben dem Talent erforderlich, um Spitzenleistungen zu erzielen. Mit ähnlichem Feuereifer waren Laura Helwig aus Irxleben und Sara Siemon aus Niederndodeleben zugange. Die 13-Jährigen übten Bodenturnen, Schritte auf dem Drahtseil und Trampolinsprünge.

Kreativ ging es unter der Leitung von Manuela Brasch auch bei den "Highouts" zu. Immer wieder wurden die hohen Leitern, auf denen die Artistinnen turnten, zu neuen Bildern zusammengefügt. Während die Mädchen in der Halle schwitzten, übten die Jungen im Gymnastikraum Breakdance. Unter Leitung von Christian Sasse wurden neue Drehungen und Sprünge einstudiert. Als "Pausenfüller" versuchten sich Mitglieder der acht Mann starken Gruppe "Toysticks" später auch auf dem Trampolin. Die Jungen zwischen zwölf und 20 Jahren sprangen so perfekt, dass es Applaus gab und von Vera Feldmann eine spontane Idee. "Ich könnte mir gut vorstellen, daraus zusammen mit dem Breakdance eine Nummer zu machen. Überhaupt würde ich es richtig gut finden, wenn sich noch mehr in anderen Genres ausprobieren und daraus etwas Neues entsteht." Damit wurde eine Diskussion angestoßen, die auch in den Tanzgruppen am Sonntag fortgesetzt wurde. Man kann gespannt sein, was daraus entsteht.

Bilder