Die Schiedsstelle der Stadt Wolmirstedt wird wieder neu besetzt. Der Stadtrat hatte bereits im November 2013 die drei Schiedspersonen Gabriele Briest, René Barth und Ingolf Meller gewählt. Nun wurde Ingolf Meller zum Vorsitzenden bestimmt, Gabriele Briest und René Barth zu Beisitzern.

Wolmirstedt l Nach der Wahl durch den Stadtrat waren auf Gabriele Briest zwar die meisten Stimmen gefallen, aber sie hat das Amt der Vorsitzenden abgelehnt. Damit hat Ingolf Meller den Hut auf. Bevor die drei Schiedspersonen ihre ehrenamtliche Arbeit aufnehmen, müssen sie jedoch noch offiziell ernannt und berufen werden. Ihre Legislaturperiode dauert bis 2018.

Als Vorsitzender der Schiedsstelle ist Ingolf Meller die Kontaktperson zwischen der Schiedsstelle und dem Amtsgericht Haldensleben. Die Schiedsstelle, die ihren Sitz im Torhaus auf der Schlossdomäne hat, untersteht dem Amtsgerichtsdirektor.

Ingolf Meller möchte die Schiedsstellenarbeit im Team gestalten, zumal sich alle drei auf Neuland bewegen. "Gerade am Anfang ist es gut, wenn wir zu zweit im Wechsel arbeiten", sagt der 45-Jährige. Im Wesentlichen werden sich die drei Schiedspersonen künftig mit dem Nachbarschaftsrecht beschäftigen. Die Schlichtung solcher Streitigkeiten sei die größte Motivation gewesen, sich für das Amt der Schiedsperson zu bewerben, erzählt Ingolf Meller. "Je weniger man sich mit seinen Nachbarn streitet, umso wohler fühlt man sich in seiner Stadt", ist sein Credo. Ingolf Meller möchte mit seiner Arbeit dafür sorgen, dass Menschen gerne in Wolmirstedt leben, gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel. "Vielleicht ist meine Arbeit in der Schiedsstelle ein kleiner Baustein, um die Leute hier zu halten", sagt er.

Das Bedürfnis, sich in der Stadt ehrenamtlich zu engagieren, sei schon länger vorhanden gewesen. "Kommunen leben sehr stark vom ehrenamtlichen Engagement", sagt er, "sei es im Sport, in der Kultur oder in der Schiedsstelle."

Damit er und seine beiden Mitstreiter die Arbeit qualifiziert ausführen können, werden sie demnächst einige Wochenenden bei Schulungen verbringen. Anfang April soll die Arbeit aber vorraussichtlich beginnen.

"Wir wollen einmal in der Woche von 17 bis 19 Uhr im Torhaus anwesend sein", sagt Ingolf Meller. Wann genau, wird noch besprochen. Meller rechnet damit, dass eine Menge Anliegen aufzuarbeiten seien, da die Schiedsstelle über ein Jahr lang nicht besetzt war. Die ehemalige Schiedsstelleleiterin musste sich aus gesundheitlichen Gründen von ihren Aufgaben zurückziehen.

Meller ist Vater zweier Kinder, lebt seit 20 Jahren in Wolmirstedt und arbeitet als selbstständiger Kommunikationskaufmann.