Die Kirchengemeinde Barleben und der Förderverein Bau und Kultur haben erstmals nach Umbau und Winterpause zu einer Veranstaltung in das Gotteshaus eingeladen. Musiker aus Hamburg, Bamberg und Berlin luden das Publikum zu einer Swing-Reise ein.

Barleben l Die Kirche Sankt Peter und Paul hat sich am Wochenende in eine musikalische "Zeitmaschine" verwandelt. Beginnend im Paris der 1930er Jahre spielten sich Gitarrist und Echo-Preisträger Giovanni Weiß aus Hamburg, Geiger und Dirigent Helmut Reichel Silva aus Bamberg, begleitet von den Hamburgern Tom Schau an der Gitarre und Axel Burkhardt am Kontrabass zunächst als Quartett durch die Ära der Swing-Musik, einer populären Stilrichtung des Jazz.

65 Gäste lauschten ab 19 Uhr den verspielten Swing-Melodien und belohnten die Musiker mit großem Applaus. Besonders die hohen Töne der Geige verleitete das Publikum auch während der Lieder immer wieder zum Klatschen. In der zweiten Hälfte des Konzerts wurde "aus dem Gipsy Quartett ein Jazz-Quintett mit Stücken von Duke Ellington, Cole Porter und George Gershwin", erklärte Pfarrer Johannes Könitz. Dafür gesellte sich der "legendäre Jazz-Schlagzeuger Torsten Zwingenberger aus Berlin" zu seinen Musiker-Kollegen auf die Bühne vor dem Altar.

Das Konzert am Sonnabend war nicht nur die erste Veranstaltung in der Kirche seit Weihnachten, sondern auch die erste seit der Umgestaltung des Vorderraumes des Gotteshauses. Eine Glaswand trennt nun Altar- und Vorzimmer, die Wände wurden neu verputzt, Säulen frisch gestrichen, Sandsteinplatten verlegt und Heizungen eingebaut. "Die Bestuhlung fehlt noch", erläuterte Ute Lüder vom Förderverein Bau und Kultur im Kirchspiel Barleben. Fertig an Ort und Stelle steht dafür schon eine neue Holztreppe, die zur Empore führt. Während die Konzertbesucher sich bereits ein Bild von dem umgestalteten Raum machen konnten, müssen sich alle anderen noch bis zum 5. April gedulden. An diesem Tag soll das Ergebnis des Umbaus der Öffentlichkeit präsentiert werden. "Wir wollen es spannend machen", erklärte Lüder.