Der Barleber Verein "Liba - Besser essen. Mehr bewegen" darf für weitere zwölf Monate die Räume in der Bahnhofstraße nutzen. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Mitglieder des Hauptausschusses. Der Verein muss im Gegenzug bestimmte Auflagen erfüllen.

Barleben l In der oberen Etage der Bahnhofstraße 27/28 in Barleben hat der Verein "Liba - Besser essen. Mehr bewegen" 2011 seine Geschäftsstelle eingerichtet. Für mindestens zwölf weitere Monate dürfen Vorsitzende Evelyn Brämer und ihre Vereinskollegen die Räume für ihre Arbeit nutzen. Einen entsprechenden Beschluss haben die Mitglieder des Hauptausschusses Barleben auf ihrer jüngsten Sitzung in der vergangenen Woche gefasst.

Die Gemeinde verzichtet auf Mieteinnahmen, die Nebenkosten trägt der Verein, der 2010 aus dem ehemaligen Modellprojekt "Lokale Initiative Barleben" (Liba) entstanden ist, selbst. "Wir sind froh, dass der Kooperationsvertrag verlängert wurde", sagte Brämer gegenüber der Volksstimme. "Dafür müssen wir unsere Arbeit detailliert dokumentieren", erklärte sie. Die Beschlussvorlage der Gemeindeverwaltung beinhaltet bestimmte Auflagen, die der Verein im vergangenen Jahr bis zum Auslaufen des aktuellen Vertrages Ende März erfüllen musste, um bleiben zu dürfen. Denselben Pflichten muss er auch in den kommenden zwölf Monaten nachkommen. Erst danach entscheidet sich, wie es weitergeht.

So müssen Brämer und ihre Vereinshelfer die Geschäftsstelle für alle Kooperationspartner des Netzwerkes "Besser essen. Mehr bewegen" bereitstellen. Zudem muss nachgewiesen werden, dass "Beratungen der Kindereinrichtungen und Schulen sowie Sozialeinrichtungen der Gemeinde und der Verwaltung in Fragen der gesunden Ernährung und Bewegungsförderung" stattfinden. Spezielle Bildungs- und Freizeitangebote für Kinder müssen vorgehalten und Veranstaltungen, die das Gemeindeleben bereichern, angeboten werden.

Bis 2011 hatte der Verein die Räume im Breiteweg 147 inklusive der dortigen Küche für seine Angebote genutzt. Inzwischen ist dort die Begegnungsstätte der Volkssolidarität untergebracht. Für Kochaktionen und ähnliche Angebote fehlen dem Liba-Verein momentan die Räumlichkeiten.

Mit neuen Ideen und Ansätzen will Evelyn Brämer dennoch eine Anlaufstelle für junge Familien etablieren. "Wir haben unser Spektrum erweitert", erläuterte sie. Gefördert mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds schiebt sie mit Unterstützung von Gesundheitswirtin Katja Klommhaus, Soziologin Sarah Scheit und anderen Helfern gerade ein neues Projekt an: das Familienservicecenter. Eltern aus dem ganzen Kreis sollen hier eine Anlaufstelle bei alltäglichen Problemen finden. Beispielsweise vermittelt das Servicecenter Babysitter.

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