Wolmirstedt l Das neue Kita-Gebäude der Glindenberger "Kleinen Elbstrolche" wird von Licht durchflutet sein. Davon konnten sich die Gäste jüngst beim Richtfest überzeugen, nachdem Bürgermeister Martin Stichnoth (CDU) den letzten Nagel ins Gebälk geschlagen hatte.

Ein Glaskegel über dem Mittelpunkt des quadratischen Gebäudes sorgt für Helligkeit von oben. Architekt Ulrich Kirchner erläuterte, dass genau dieser Raum unter dem Lichtkegel auch der Lebensmittelpunkt dieses Gebäudes ist. "Hier kommen die Kinder an, von hier verteilen sie sich auf ihre Räume", deutete er. Weiterhin kann dieser tageslichthelle Mittelpunkt auch für Aufführungen oder kleine Feste genutzt werden.

Glindenbergs stellvertretender Ortsbürgermeister, Thomas Schlenker (Grüne), blickte beim Richtfest auf die Geschichte der Kita zurück. Die wäre zu Beginn der Neunziger Jahre beinahe zu Ende gegangen. "Zu der Zeit lebten nur noch knapp 700 Menschen in Glindenberg", so Schlenker, "doch hätte sich der Schließungsgedanke damals durchgesetzt, wäre Glindenberg nicht der Ort, der er heute ist."

Inzwischen leben doppelt so viele Menschen in Glindenberg, 2002 hatte ein Bauboom eingesetzt. "Dabei war die Kindertagesstätte als bestens funktionierende Infrastruktur, die eine lückenlose Betreuung vom ersten bis zum zwölften Lebensjahr sicherstellte, gerade für junge Familien ein wesentlicher Punkt, sich für den Wohnort Glindenberg zu entscheiden", so Schlenker.

Weiterhin waren die Kita "Kleine Elbstrolche" 1994 die erste Einrichtung im damaligen Ohrekreis, die von der kommunalen in eine freie Trägerschaft überführt wurde, in die der Sozialen Bürgerinitiative Glindenberg gGmbH. Inzwischen gehören zu diesem Kitaverbund unter der Leitung der Geschäftsführerin Andrea Weimeister sieben Kitas.

Dass die räumlichen Bedingungen der "Kleinen Elbstrolche" auf dem alten Vierseitenhof nicht ewig so bleiben konnten, wurde laut Thomas Schlenker im Ortschaftsrat schon lange diskutiert. Aufsteigende Feuchtigkeit in den Wänden muss immer wieder in Schach gehalten werden, viele Räume sind Durchgangsräume. 2009 wurde Glindenberg ein Ortsteil von Wolmirstedt. "Die Sanierung oder den bedarfsgerechten Neubau haben wir Wolmirstedt als ,Eheversprechen` abgerungen", sagt Schlenker, "und im Eingemeindungsvertrag fixiert." Dieses Versprechen wird mit dem Ersatzneubau eingelöst.

Die Kosten belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Den Löwenanteil trägt mit 958500Euro die Stadt. Aus dem Bundesprogramm zur "Förderung von Investitionen in Kinderkrippen" stammen 241500 Euro.

 

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