Das Ochtmersleber Rasentraktor-Rennen soll nicht sterben. Eine Gruppe Engagierter will nach dem Ausfall des Spektakels im vergangenen Jahr in diesem Juni einen Neustart wagen.

Ochtmersleben l Zehn Jahre lang war das Rasentraktor-Rennen das spaßige Aushängeschild von Ochtmersleben gewesen. Tollku¨hne Piloten aus der ganzen Hohen Bo¨rde hatten ihre knatternden Kisten aufgepeppt und waren an die Startlinie auf dem Sportplatz getuckert.

Frust war der Grund für das Aus im Jahr 2013 gewesen

Schrille Kostu¨me, ausgefallene Karossen aus Pappe, Papier und Holz hatten den Gaudiwettstreit gepra¨gt - zur Belustigung der amu¨sierten Zuschauer. Der Eintritt war immer frei gewesen, die Erlo¨se des Kuchenverkaufs und einer Spendensammlung kamen einem gemeinnu¨tzigen Zweck zugute. 2013 kam das Aus. Grund war Frust der Organisatoren um Ortsbürgermeister Günter Kohl gewesen. Kohl hatte immer weniger Unterstützung im Dorf bei der Vorbereitung und Durchführung des Gaudi-Spektakels beklagt. Zuletzt hatte sich der kleine Veranstalterkreis allein gelassen gefühlt und das Handtuch geworfen. "Jetzt können mal Andere ran", hatte Kohl im Frühsommer 2013 erklärt.

Nun haben sich acht engagierte Ochtmersleber in einer Interessengemeinschaft für das Rasentraktor-Rennen zusammengefunden. An deren Spitze stehen Viola Moser und ihr Stellvertreter Jürgen Schäfer.

Renn-Ablauf nach bewährten und beliebtem Muster

"Wir haben die feste Absicht, 2014 ein Rasentraktorrennen auf dem Ochtmersleber Sportplatz zu veranstalten. Die Traditionsveranstaltung, der damit verbundene Spaß und der gute Zweck müssen weiter leben", erklärte Viola Moser. Nach zwei Treffen sind inzwischen die versicherungstechnischen Fragen geklärt.

Nun geht es Viola Moser zufolge an die konkreten Vorbereitungen. Da setzt das Organisationsteam im Wesentlichen auf die bewährten Höhepunkte - mit kleinen Ausnahmen und Neuerungen. Nach wie vor sind alle Einwohner der Hohen Börde startberechtigt. Es wird wie immer ein Rennen nach Zeit geben, ebenso die Disziplinen Wippe und Maßmähen. Und natürlich sollen die originellsten Kostüme und Karossen prämiert werden. Verzichten wollen die neuen Veranstalter auf das Slalomfahren. "Dafür wollen eine Überraschungsdisziplin einführen", so Viola Moser. Ansonsten soll alles nach bewährtem Muster ablaufen.

Jetzt hofft das Renn-Team auf möglichst viele große und kleine Schrauber und Tüftler, die sich für das Rennen anmelden. Der Startschuss für das Tucker-Spektakel soll am Sonnabend, 21. Juni, um 13 Uhr auf dem Sportplatz fallen. Die Startgebühr beträgt 10 Euro. Die Piloten können sich bis zum 15. Juni in der "Rosenschänke" oder bei Jürgen Schäfer anmelden. Das nächste Treffen der Organisatoren findet am Donnerstag, 24. April, um 19.30 Uhr in der "Rosenschänke" statt. Interessenten können gern vorbeischauen.

Anmeldungen in der "Rosen- schänke unter 039206/51046 oder bei Jürgen Schäfer unter 039206/51185.