Hinter den 22 aktiven Kameraden der Meitzendorfer Ortsfeuerwehr liegt ein ereignisreiches Jahr 2013. Darauf verwies auf der Jahreshauptversammlung Ortswehrleiter Lars Bode im Bericht der Wehrleitung.

Meitzendorf l Insgesamt 35-mal rückte die Freiwillige Feuerwehr Meitzendorf 2013 aus. Das ist mit 27 Einsätzen im Jahr 2012 ein deutlicher Anstieg. Brandbekämpfung und Hilfeleitungen, wie das Befreien verletzter Personen, waren die Schwerpunkte im vergangenen Jahr. Den Großteil der Alarmierungen, so betonte Ortswehrleiter Lars Bode in seinem Bericht, aber machten Fehlalarme aus - nämlich 17! Anders bei den acht Einsätzen während des Juni-Hochwassers sowie den fünf Brandeinsätzen, vier technischen Hilfeleistungen und der Brandsicherheitswache, wo höchster Einsatz gefragt war. Die Kameraden leisteten dabei 430 Stunden im Einsatzdienst ab.

Die Leistung ist umso höher zu bewerten, da die Stärke in der Einsatzabteilung von 26 (2012) auf 22 Kameraden zurückgegangen ist. Lobend erwähnte Bode auch, dass zu den wöchentlichen Dienstabenden 39 Lehrgänge erfolgreich gemeistert wurden. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Digitalfunkfortbildung.

Ein echtes Pfund, mit dem seit Jahren in Meitzendorf gewuchert wird, ist die gute Nachwuchsarbeit. Mit derzeit 20 Mädchen und Jungen wurde das beste Ergebnis seit dem Bestehen der Jugendwehr erreicht. Den Grund für die erfolgreiche Arbeit sieht Jugendfeuerwehrwart Steven Kraft in der intensiven Ausbildung, aber auch in den zahlreichen Aktivitäten. Dazu gehörten in erster Linie die Unterstützung durch die Jugendlichen beim folgenschweren Juni-Hochwasser. Doch auch der gesellige Teil, da sind das traditionelle Kegeln, der Besuch des Rettungshubschraubers "Christoph 36" in Magdeburg, sowie der Ausflug in die Experimentierlandschaft "Phaeno" in Wolfsburg zu erwähnen, trugen zum guten Klima bei.

Gemeindejugendfeuerwehrwart Bernd Heuer attestierte den Jugendlichen eine gute Arbeit, zeigte gleichzeitig auf, dass auch die Kinderfeuerwehr mit ihren elf Brandfüchsen auf einem guten Weg ist.

Eine wichtige Funktion nimmt die Meitzendorfer Wehr, so berichtete Kamerad Thomas Jobke, im Katastrophenschutz ein. Dabei stellten die Kameraden im vergangenen Jahr erneut ihren hohen Ausbildungsstand unter Beweis. Neben den Übungsdiensten überwog im Juni 2013 der Einsatz im Hochwassergebiet. Siebenmal kam das in Meitzendorf stationierte Wechselladerfahrzeug des Landkreises Börde zum Einsatz. Wie Thomas Jobke bilanzierte, legten die Einsatzkräfte in den 78 Betriebsstunden 942 Kilometer mit dem Fahrzeug zurück. Er bedankte sich in diesem Zusammenhang bei den Kameraden, lobte aber auch die Arbeitgeber der Feuerwehrleute für das entgegengebrachte Verständnis.

Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff schloss sich diesen Worten an und würdigte ausdrücklich nicht nur das verantwortungsvolle Ehrenamt der 22 aktiven Kameraden. Im gleichen Atemzug aber erinnerte das Gemeindeoberhaupt an das Haushaltsdefizit, sicherte aber dennoch die Unterstützung der Gemeinde Barleben zu.

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