Der vorläufige Haushalt der Einheitsgemeinde Niedere Börde für 2014 ist mit einem Plus von knapp 200000 Euro ausge- glichen. Zu den größten Investitionen zählt in diesem Jahr der Umbau der ehemaligen Grundschule in Gutenswegen zu einer Kindertagesstätte.

NiedereBörde l Rund drei Millionen Euro soll der Umbau der alten Grundschule in Gutenswegen zu einer neuen Kindertagesstätte kosten. Er zählt damit zu den größten Inves- titionen in der Niederen Börde in diesem Jahr. Wie Kämmerei- leiterin Eileen Saager während der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses vergangene Woche informierte, soll das Vorhaben mit Fördermitteln aus dem zentralen Innovations- und Investitionsprogramm Sachsen-Anhalt, Stark III, in Höhe von 1,8 Millionen Euro sowie mithilfe eines zinsfreien Kredites finanziert werden.

Mit einem Plus von knapp 200000 Euro auf dem Haushaltskonto rechnet die Finanzverwaltung in diesem Jahr. Um zahlungsfähig zu bleiben, leiht sich die Gemeinde in 2014 insgesamt 1,5 Millionen Euro von der Bank.

Im Zuge des im Vorjahr viel diskutierten Umbaus der Grundschule soll im gleichen Gebäude auch ein Bürgertreff entstehen. Die Sanierung der dafür vorgesehenen Räume kostet voraussichtlich 171000 Euro. Daneben sind im vorläufigen Haushaltsplan unter anderem 20000 Euro für ein Transportfahrzeug für den Betriebshof eingestellt. Die Feuerwehren in der Niederen Börde werden mit mehreren Investitionen bedacht: In Gersdorf soll für rund 28000 Euro ein neuer Löschteich angelegt werden, das Gerätehaus der Wehr in Samswegen soll für rund 20000 Euro einen Anbau für Umkleideräume erhalten. Die Kameraden in Dahlenwarsleben dürfen sich über einen neuen Mannschaftstransportwagen freuen. Für diesen sind rund 30000 Euro veranschlagt. In Groß Ammensleben wiederum soll für etwa 15000 Euro eine Garage für die Feuerwehr errichtet werden.

23000 Euro für neue Computer und Software in der Verwaltung

Desweiteren soll die Verwaltung der Einheitsgemeinde in Groß Ammensleben mit neuer PC-Technik ausgestattet werden. Wie Hauptamtsleiterin Ines Schneider mitteilte, werden neue Computer angeschafft. Zudem werde das bisherige Betriebssystem gegen eine aktuellere Version ausgetauscht. Alles zusammen schlägt mit rund 23000 Euro zu Buche.

Gewerbetreibende, Land- und Fortswirte sowie Grundstückseigentümer in der Niederen Börde werden laut Eileen Saager 2014 nicht zusätzlich belastet. "Die Hebesätze für die Realsteuern haben sich nicht geändert", erklärte sie. Demnach bleibt die Höhe der Gewerbesteuer bei 350 Prozent, die Grundsteuer A beträgt weiterhin 300 Prozent, die Grundsteuer B wiederum 375 von Hundert.

Ab 2015 voraussichtlich ein Minus auf dem Haushaltskonto

Wie dem Vorbericht des Haushaltsplanes zu entnehmen ist, rechnet die Kämmerei der Niederen Börde für die kommenden Haushaltsjahre nicht wieder mit einem Plus in der Gemeindekasse. 2015 fehlen voraussichtlich rund 274000 Euro, im Jahr darauf schätzungsweise 277000 Euro. 2017 soll nach jetzigem Stand ein Minus von zirka 196000 Euro entstehen.

Die Mitglieder des Hauptausschusses haben den Haushaltsentwurf 2014 mehrheitlich als Empfehlung an den Gemeinderat weitergeleitet. Stimmen dessen Mitglieder dem Entwurf zu, muss die Kommunalaufsicht das Zahlenwerk noch genehmigen.

Die Mitglieder des Gemeinderates stimmen am heutigen Dienstag über den Haushaltsentwurf ab. Beginn der Sitzung ist um 19 Uhr, Veranstaltungsort die Aula der Grundschule in Dahlenwarsleben.