Zu einer Premiere hatte die Kreismusikschule Wolmirstedt-Haldens- leben eingeladen. Erstmals wurde ein Familienkonzert veranstaltet. Insgesamt 69 Mitwirkende stellten sich musikalisch vor. Kinder und Eltern musizierten gemeinsam.

Haldensleben l Gut anderthalb Stunden dauerte das Familien- konzert im Goethesaal der Alten Fabrik in Althaldensleben, zu dem die Kreismusikschule Wolmirstedt-Haldensleben eingeladen hatte. "Ich hätte gar nicht gedacht, dass es so vielfältig sein wird", versicherte Ingeburg Nahrstedt, die wie andere Musikfreunde einfach der Einladung gefolgt war, ganz begeistert.

Erstmals hatten die Lehrer der Musikschule ein Familien- konzert vorbereitet. Als sie ihre Schüler fragten, wer denn gemeinsam mit Geschwistern oder Eltern musizieren würde, war das Echo sehr groß. Insgesamt 69 Kinder, Mütter und Väter meldeten sich, um zu zeigen, wieviel Spaß es macht, gemeinsam zu musizieren.

Etwa 600 Schüler lernen an der Kreismusikschule. Außer Fagott und Harfe wird alles unterrichtet, was an Instrumenten zu spielen ist. Die größte Nachfrage besteht bei Klavier und Gitarre. Unterrichtet wird in Wolmirstedt, Haldensleben und 15 Außenstellen, die sich in Schulen beziehungsweise Kindertagesstätten im nördlichen Landkreis befinden. 30 Lehrkräfte unterrichten die Kinder, Jugendlichen und auch einige Erwachsene. Mehrere Lehrer waren auch am Sonnabend im Goethesaal, um ihren Schülern zur Seite zu stehen, um Hocker zu rücken, Notenständer hin- und herzutragen oder Notenblätter umzublättern.

Klavierlehrerin Tanja Litmanowitsch hatte das Programm zusammengestellt und führte auch mit kurzen Ansagen durch das Programm. Der Ablauf lag schriftlich vor, so dass alles reibungslos klappte. Und wenn mal ein Einsatz nicht ganz klappte und mit dem Stück noch einmal begonnen wurde, das war der Aufregung geschuldet, von der sich die Mitwirkenden nicht freimachen konnten.

Fünf Jahre alt waren die jüngsten Instrumentalisten - Lucy Blaschke aus Haldensleben, Käthe und Emil Eckhardt aus Rottmersleben und Emil Möritz aus Haldensleben. Gerade sechs sind Jette Strauß aus Lindhorst und Jacob Lau aus Glindenberg. Sie musizierten mit Geschwistern oder Eltern.

Meistens stimmten Geschwister in diesem Konzert gemeinsam an. Aus insgesamt 84 Familien erhalten mehrere Kinder Unterricht in der Kreismusikschule, erzählte Tanja Litmanowitsch.

Mehrere Kinder brachten aber auch Mutter oder Vater mit. Emil und Hermine Möritz sowie Janne und Hugo Heusmann musizierten sogar mit beiden.

Musikschulleiter Armin Hartwig bedankte sich bei Kurt Hegner, der den Saal unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte, und für Spenden, mit denen die Zuhörer das eintrittsfreie Konzert "honorierten". Darum kümmert sich der Förder- verein. Spenden werden für Instrumente eingesetzt. Für den Standort Haldensleben steht ein Flügel ganz oben auf der Wunschliste.

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