Die Kandidaten und Listen für die Kommunalwahl in der Hohen Börde am 25. Mai stehen fest. 28 Sitze im Gemeinderat und alle 14 Ortschaftsräte sind neu zu besetzen. In Bornstedt werden Rats- sitze frei bleiben.

Irxleben/HoheBörde l Zusammen mit den Vertrauenspersonen der Wahlvorschläge (Listen, Parteien) haben Wahlleiter Eckhard Pollmer, Rathausmitarbeiterin Margarete Rosenbaum und die Mitglieder des berufenen Wahlausschusses der Hohen Börde letzte Fragen geklärt. Die Kandidaten und die sich bewerbenden Wahlvorschläge stehen fest. Die Anmeldungen mussten zuvor bis zum 31. März eingereicht werden.

Um die 28 Sitze im Gemeinderat Hohe Börde bewerben sich wie bereits 2009 acht vom Wahlausschuss bestätigte Listen. Allerdings ist die Gesamtzahl der Ratskandidaten von 128 (2009) um ein Drittel auf nun 85 Bewerber gesunken. So treten unter anderem die bisherigen Ratsmitglieder und Ortsbürgermeister von Bebertal und Bornstedt, Tilman Müller und Andreas Arnecke, nicht wieder zur Gemeinderatswahl an. Auch der Ackendorfer Ortsbürgermeister Martin Plate kandidiert nicht, hatte dies aber auch bei der vergangenen Wahl des Gemeinderates nicht getan.

Ähnlich wie bei den Gemeinderatskandidaten sieht es bei den Bewerberzahlen um die neu zu vergebenden Sitze in den 14 Ortschaftsräten aus. Traten hier 2009 noch 263 Kandidaten an, sind es in diesem Jahr 172. Auch hier ist die Zahl der Bewerber um etwa ein Drittel gesunken.

Allerdings sind in den Ortschaftsräten auch weniger Sitze zu vergeben. So schreibt es das Landesgesetz vor. Im Juni 2009, ein gutes halbes Jahr vor Bildung der Einheitsgemeinde, waren die Dorfparlamente noch als Gemeinderäte gewählt worden. Ortschaftsräte haben in der Einheitsgemeinde nicht nur weniger zu sagen, sondern ab Mai auch weniger Sitze - in den kleineren Dörfern fünf, in mittelgroßen Dörfern wie Wellen und Hermsdorf sieben und in den größeren Ortschaften wie Irxleben und Niederndodeleben neun.

Besonders stark wirkt sich der Rückgang der Bewerberzahlen in Bornstedt aus. Hier haben sich nur drei Kandidaten um die fünf zu vergebenden Sitze beworben. In Bornstedt muss deshalb laut Angaben der Rathausverwaltung innerhalb von sechs Monaten eine Nachwahl für die mit der Wahl am 25. Mai nicht besetzten Ratssitze folgen. "So eine Nachwahl wird so lange wiederholt, bis alle Sitze besetzt sind. Gelingt das nicht, kann die Gemeinde die Hauptsatzung dahingehend ändern, dass es in kleinen Ortschaften nur noch einen Ortsvorsteher und keinen Ortschaftsrat mehr gibt", erklärte Rosenbaum.

Ohne Wahl am 25. Mai werden die derzeitigen Ortsbürgermeister zu Mitgliedern der neu zu wählenden Ortschaftsräte. Sie bleiben bis zum Ende der neuen Legislaturperiode Mitglied im Ortschaftsrat und bis zum Ende ihrer siebenjährigen Amtszeit (meist bis 2015) Ortsbürgermeister. 2015 muss dann in diesen Ortsräten der jeweilige Ortsbürgermeister aus der Mitte des Rates (also nicht mehr direkt vom Volk wie bisher) gewählt werden.