Die Feuerwehr in Ebendorf bewegt seit geraumer Zeit ein Problem: Wohin mit den Privatautos, wenn die Kameraden zum Einsatz gerufen werden? Es fehlen eindeutig mehr Stellplätze.

Ebendorf l Sehr aufwändig wurde vor zwei Jahren das Feuerwehrgerätehaus in der Barleber Straße umgebaut, 2013 folgte dann die Sanierung der Fassade. Aber noch immer sind die Arbeiten nicht endgültig abgeschlossen. Eine defekte Mauer und fehlende Stellplätze für die Fahrzeuge wurden in den Sitzungen des Ortsrates schon mehrmals heftig diskutiert. Um sich über die Probleme umfassend zu informieren, fand ein Vor-Ort-Termin statt. Anwesend waren an diesem späten Nachmittag auch Vertreter der Verwaltung der Gemeinde Barleben. "Besonders die fehlenden Stellplätze für die Kameraden am Gerätehaus sind ein Manko", sagte Ortsbürgermeister Manfred Behrens (CDU).

Dafür waren im Haushalt bereits 90000 Euro eingeplant. "Wegen einer Risiko-Analyse bezüglich des Brandschutzes im Gebäude wurde die Summe vorerst gestrichen. Außerdem sollen die Umkleidemöglichkeiten und Räumlichkeiten für die Mitglieder die Jugendwehr geprüft werden", informierte Birgit Lehmann vom Service-Amt der Gemeindeverwaltung Barleben. Ende des Monats soll die Analyse fertiggestellt sein, dann muss der Kreis dem Vorhaben zustimmen und der Gemeinderat einen Beschluss fällen.

Von Ortswehrleiter Lutz Pechbrett war zu hören, dass derzeit rund um das Feuerwehrgerätehaus nur neun Stellplätze vorhanden, doppelt so viele aber erforderlich sind. Bei der Besichtigung des Geländes wurde festgestellt, dass zwischen Friedhof und Gerätehaus ausreichend Platz vorhanden ist. Einmal vor Ort wurde auch gleich die deutlich beschädigte Mauer in Augenschein genommen. Die war bei den letzten Baumaßnahmen teilweise eingerissen worden. "Die Wiederherstellung der Mauer sollte mit dem Bau neuer Stellplätze gekoppelt werden", schlägt Manfred Behrens vor. Außerdem gab es bei allen Beteiligten Kopfschütteln zum Zustand eines Teils des unteren Mauerwerks des Feuerwehrgeräteshauses nach Arbeiten an der Fassade. Seit dem Vorjahr gähnt hier ein ausgeschachteter Graben, in dem sich nach heftigen Regengüssen vermutlich das Wasser staut. Peter Milde, Vorsitzender des Fördervereins und Sicherheitsbeauftragter der Feuerwehr, legte nach der ausgiebigen Besichtigung noch mal den Finger in die Wunde. "Das Hauptproblem, das die Feuerwehr bewegt, sind die fehlenden Stellplätze. Im Ernstfall stellt dies ein Sicherheitsrisiko für unsere Kameraden dar. Schließlich haben wir eine vielbefahrene Straße vor der Tür, an der die Autos abgestellt werden müssten. Die Feuerwehr aber muss zu jeder Zeit ohne Risiko handlungsfähig sein." Außerdem gebe es dazu bereits Auflagen.

Birgit Lehmann versuchte die Gemüter zu beruhigen: "Das Projekt liegt in der Verwaltung vor." Wann die Realisierung in Angriff genommen werden kann, konnte sie allerdings nicht sagen. Der Ortsgemeinderat wird auf jeden Fall weiter Druck machen, so Manfred Behrens abschließend.