Das Holunderradwegenetz der Hohen Börde hat eine weitere vorzügliche Radwegeverbindung nach Magdeburg bekommen. Die Landeshauptstadt hat eine 600 Meter lange Lücke zwischen ihrem Stadtteil Alt-Olvenstedt und der Stadtgrenze zur Hohen Börde geschlossen.

Niederndodeleben/Magdeburg l "Damit ist endlich der direkte Anschluss des Holunderradweges an Magdeburg und zugleich eine Fahrradverbindung in die Gemeinde Hohe Börde, speziell nach Niederndodeleben, in durchgängig guter Qualität hergestellt", berichtete Wolfgang Beier vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC). Beier kennt das Radwegenetz in der ganzen Börde und in der Landeshauptstadt wie seine Westentasche. Das ganze Jahr über erkundet der Magdeburger Wege und Straßen, begleitet und berät Kommunen in Sachen Radwegebau.

Bemühungen um Lückenschluss seit mehreren Jahren

Bereits 2012 hatte die Gemeinde Hohe Börde in ihrer Gemarkung den nordwestlichen Zipfel radfahrtechnisch erschlossen. Mit Hilfe des Förderprogramms Ländlicher Wegebau und mit Unterstützung der Ackeranlieger konnte die Finanzierung des Ausbaus des Olvenstedter Weges zu einer Doppelbetonspur ("Hosenträgerstraße") gesichert werden.

Dank des nun von Magdeburger Seite aus erfolgten Lückenschlusses ist der Verbindungsweg Olvenstedt-Niederndodeleben auch an den Neustädter Radweg in Olvenstedt angebunden.

Seit 2010 hatte sich die Gemeinde Hohe Börde in Gesprächen mit der Landeshauptstadt um den Lückenschluss bemüht. Mit dem Olvenstedter Weg ist das mehr als 100 Kilometer langen Holunder-Radwegenetz um eine weitere attraktive Route nach Magdeburg reicher. Bisher konnten Radfahrer bereits u¨ber den Radweg entlang der Landesstraße L 49 (Niederndodeleben-Diesdorf) und u¨ber den Ottersleber Weg (Ottersleben-Niederndodeleben) die Hohe Bo¨rde sicher erreichen.

Der "Holunder-Verlobungsweg" soll 2014 ausgebaut werden

Auch über die alte B1, die von Alt-Olvenstedt aus zur neuen B1 führt, ist die Hohe Börde in Richtung Irxleben/Hohenwarsleben mit Magdeburg verbunden.

Innerhalb der Hohen Bo¨rde soll das Holunderwegenetz in diesem Jahr um eine weitere Strecke erweitert werden: den so genannten "Holunderverlobungsweg". Die Gemeinde hat dafu¨r Fo¨rderantra¨ge gestellt und Haushaltsmittel eingeplant. Der "Holunderverlobungsweg" verbindet den mittleren mit dem großen Holunder-Radweg. Er fu¨hrt entlang des Sieggrabens von Niederndodeleben aus westlich am Wartberg, dem Wahrzeichen der Hohen Börde, vorbei und von dort zum Irxleber "Wildpark".

Der Holunderverlobungsweg "verma¨hlt" dabei vorhandene la¨ndliche Wege wie den Wellener Weg, den Hemsdorfer und den Eichenbarleber Weg miteinander und schla¨gt eine Bru¨cke von Niederndodeleben nach Irxleben - als idyllische Alternative zum Radweg an der stark befahrenen Verbindungsstraße zwischen diesen beiden Ortschaften.

"Wir hoffen gegenwärtig auf den Förderbescheid. Der für dieses Projekt nötige Flächentausch mit Grundstücksbesitzern ist auf den Weg gebracht, die Linienführung für die Trasse des Verlobungsweges ist abgestimmt", erklärte Rüdiger Schmidt, der Bauamtsleiter der Hohen Börde.

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