Hermsdorf l Die neue Hermsdorfer Trauerfeierhalle bekommt Konturen. An der Stelle des im Frühjahr abgerissenen Vorgängerbaus wachsen die Wände empor. Jetzt rücken die Dachdecker an.

Mitte März hatten die Bauleute die Bodenplatte für den knapp zwölf mal sieben Meter großen Ersatzneubau gegossen. Seither hat sich Einiges getan. Die Wände des Rohbaus stehen. Jetzt rücken die Dachdecker an und errichten den Dachstuhl. Das Dach wird anschließend mit flachen Ziegeln in mattem Dunkelgrau gedeckt. Das Besondere: Die hölzerne Deckenkonstruktion mit Sparren und Zangen bleibt vom Trauerraum aus sichtbar. "Deshalb wird die Dachkonstruktion auch in Sandwich-Bauweise angefertigt, mit der Dämmschicht im Kern", erläuterte Architektin Renate Radünzel. Sind die Zimmerleute nach 14 Tagen durch, können die Giebel aufgemauert werden. Dann folgen die Elektriker, die Rohinstallationen, der Innen- und Außenputz wird aufgetragen.

Die Außenfassade wird ein beigefarbener warmer Farbton bestimmen. In Höhe der Fenster wird ein weiß gestrichenes Farbband das Gebäude umlaufen. Innen werden die Giebelseiten in beige, die Seitenwände weiß gestrichen. Die Fenster sollen Mitte Mai eingebaut werden. Ist die Fußbodenheizung im Besucherraum verlegt, schließt der Einbau des Estrichbodens die Bauarbeiten vorübergehend ab. Der Estrich muss dann gut vier Wochen liegen. "Wir rechnen damit, dass wir im Spätsommer mit Allem durch sind", teilte Martina Möller vom Bauamt der Hohen Börde nach einer Bauberatung Mitte dieser Woche mit.

Neben dem Trauerraum umfasst die Trauerhalle zwei je zehn Quadratmeter große Nebenräume. Einer dieser Räume ist von innen, der andere von außen begehbar.

Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf insgesamt 132000 Euro und werden zu einem guten Teil durch das Land gefördert. Der Vorgängerbau war aufgrund seines baulichen Zustands nicht mehr zumutbar gewesen. Einen Sanierung hätte die Kosten des Ersatzneubaus überstiegen.