Das Blockheizkraftwerk in der Gipfelstraße in Wolmirstedt ist nach umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen gestern Vormittag offiziell in Betrieb genommen worden. Avacon investierte rund 1,2 Millionen Euro in die Umrüstung.

Wolmirstedt l Es war ein eindrucksvolles Schauspiel, als im vergangenen Jahr im Zuge der Modernisierung des Blockheizkraftwerkes in der Gipfelstraße die sechs alten, tonnenschweren Motoren ausgebaut und verladen wurden. Mittlerweile sind hier zwei neue Motoren und eine hochmoderne Steuerung im Blockheizkraftwerk (BHKW) installiert.

Avacon-Vorstandsmitglied Stephan Tenge, Bürgermeister Martin Stichnoth (CDU), Landrat Hans Walker (CDU) und Stadtwerke-Geschäftsführer Harald Lutter vollzogen gestern Vormittag die offizielle Inbetriebnahme, starteten per Knopfdruck die Motoren.

Im September des vergangenen Jahres begann die Avacon Natur GmbH im Auftrag der Stadtwerke Wolmirstedt mit der Modernisierung des 20 Jahre alten Blockheizkraftwerkes. Das hieß, die vorhandenen sechs Gasmotoren wurden durch neueste, innovative Gasmotoren ersetzt.

"Mit der Modernisierung des BHKW stellen Avacon und die Stadtwerke langfristig eine effiziente und klimafreundliche Wärmeversorgung in Wolmirstedt sicher", zeigte sich Bürgermeister Martin Stichnoth mit dem Ergebnis sehr zufrieden. "Mit der Modernisierung gehen sowohl eine deutliche Effizienzsteigerung als auch die Reduzierung des Kohlendioxydausstoßes einher."

Ein deutlicher Fingerzeig, dass die Umrüstung längst überfällig war. "Denn innerhalb der vergangenen zwei Jahrzehnte ist die technische Entwicklung enorm vorangeschritten", erläuterte Avacon-Vorstandsmitglied Dr. Stephan Tenge anlässlich der Inbetriebnahme. "Der Wirkungsgrad der neuen Anlage in der Gipfelstraße hat sich gegenüber dem Vorgängermodell um 27 Prozent erhöht."

Auch Landrat Hans Walker hob vor allem den Beitrag zum Klimaschutz bei der neuen Anlage hervor: "Die Nutzung eines Blockheizkraftwerkes mit Kraft-Wärme-Kopplung ist auch stets eine Investition in den Umwelt- und Klimaschutz. Die Wärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, entweicht nicht einfach in die Atmosphäre, sondern wird nutzbringend verwertet", sagte er.

Die Modernisierung ist laut Walker zudem eine Investition in die Zukunft der Fernwärme, "die mit Blick auf Energieeffizienz und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen auch zukünftig eine wachsende Bedeutung in der Wärmeversorgung bekommen wird".