Am 20. Juni fällt in der Zielitzer Bibliothek der Startschuss für den Lesesommer XXL. Damit sollen Kinder und Jugendliche an das regelmäßige Lesen herangeführt werden. Schüler der siebenten Klassen werden den Lesesommer eröffnen.

Zielitz l In den Sommerferien bleibt viel freie Zeit, um zum Buch zu greifen. "Mit dem Lesesommer XXL, der in ganz Sachsen-Anhalt veranstaltet wird, wollen wir Kinder und Jugendliche noch mehr zum Lesen animieren", sagt Ronni Wagner von der Zielitzer Bibliothek.

Die feierliche Eröffnung des diesjährigen Lesesommers werden Schüler aus den beiden siebenten Klassen der Zielitzer Ganztagsschule gestalten. "Dabei wollen wir Bücher mit einem so genannten Book-Slam vorstellen", verrät Deutschlehrerin Katrin Siebert. Zur Vorbereitung haben sich die Zielitzer mit Literaturpädagogin Petra Scheuer aus dem osthessischen Lauterbach eine Fachfrau geholt.

"Ein Book-Slam ist ein offenes Angebot, bei dem das Publikum entscheidet. Jedes teilnehmende Buch wird von den Schülern für maximal drei Minuten vorgestellt. Nach jeder Buchpräsentation gibt das Publikum eine Wertung von eins bis zehn für das Buch ab", skizziert Petra Scheuer diese Form der Buchpräsentation, die vor einigen Jahren von der Akademie Remscheidt als Mittel zur Leseförderung für Jugendliche entwickelt wurde.

Mit Stoppuhr und Hupe wird das Zeitlimit überwacht

Das Publikum bei der Eröffnungsveranstaltung des diesjährigen Lesesommers werden die Schüler aus den Klassen fünf und sechs der Zielitzer Ganztagsschule sein. "Ich bin schon gespannt, wie sie die einzelnen Bücher bewerten", so Bibliotheksleiterin Ronni Wagner. Unterdessen bereiten sich die Siebentklässler auf ihren Auftritt am 20. Juni vor. "Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten der Darstellung bei einem Book-Slam", so Petra Scheuer, die mit den Mädchen und Jungen einige dieser Möglichkeiten ausprobierte. So kann der Inhalt eines Buches unter anderem als darstellendes Spiel, als eine Art Nachrichtensendung, als Schatten-, als Puppenspiel oder als Interaktion mit dem Publikum vermittelt werden.

"Wichtig ist, dass die drei Minuten nicht überschritten werden", forderte die Literaturpädagogin, die mit Stoppuhr und Hupe die Zeitbegrenzung überwachte.