Beim 54. Rogätzer Blütenfest wird am kommenden Sonnabend nach dem Festumzug eine neue Blütenkönigin gekrönt. Burkhard Steffen sprach mit Josephine I., der amtierenden Königin.

Volksstimme: Wie hast Du die zweijährige Amtszeit empfunden?

Josephine I.: Es war eine sehr schöne und spannende Zeit, manchmal auch etwas anstrengend. Ich konnte viele Leute kennenlernen und habe neue Freunde gefunden. Es gab wunderschöne Erlebnisse, die man nicht vergisst.

Volksstimme: Was waren die Höhepunkte?

Josephine I.: Große Auftritte zur Grünen Woche in Berlin oder zum Königinnentag in Hamburg waren sehr beeindruckend. Auch kleinere Feste hatten viele Überraschungen: So konnte ich beim Hohenseedener Spargelfest Hubschrauber fliegen oder in Neuhausen mit einer historischen Dampflok fahren. Am wichtigsten war jedoch das Blütenfest mit meiner Krönung und später der Amtsverlängerung. Zu sehen, wie die Rogätzer mich aufnehmen und Gastgeber für andere Hoheiten zu sein, war sehr schön.

Volksstimme: Gibt es Unterschiede zur Heidekönigin?

Josephine I.: Meine Zeit als Heidekönigin hat mir geholfen, mich in dieses Ehrenamt einzufinden. Die gesammelten Erfahrungen konnte ich dann als Blütenkönigin gut nutzen. Als Heidekönigin hatte ich mehr regionale Termine wahrgenommen, bevor ich auch auf weitere Reisen ging.

Volksstimme: Kennst Du Deine Nachfolgerin schon und was rätst Du ihr?

Josephine I.: Ich kenne sie noch nicht, weiß aber, dass es eine Rogätzerin sein wird. Der künftigen Blütenkönigin und der Justitia kann ich nur empfehlen, alles auszuprobieren und offen für Neues zu sein, dann kann nichts schief gehen. Eigene Erfahrungen zu machen ist wichtig. Ich wünsche den beiden viel Spaß und tolle Erlebnisse.

Volksstimme: Was machst Du derzeit beruflich?

Josephine I.: Noch bin ich Studentin an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg, werde mein Studium aber demnächst abschließen. Danach würde ich gerne beim Fernsehen arbeiten. Dafür werde ich wohl auch meine neu gewonnene Freizeit brauchen. In jedem Fall werde ich weiterhin neue Wege gehen und ausprobieren.