Bürgermeister Martin Stichnoth empfing gestern im Wolmirstedter Ratssaal israelische Gäste. Neun Bewohner und drei Betreuer des israelischen Behindertenheimes "Beit Uri" begannen mit dieser Visite ihren einwöchigen Besuch in der Ohrestadt.

Wolmirstedt l Die sprachliche Verständigung zwischen den Ohrestädtern und den Gästen aus Israel war schwierig. Die einen konnten kein Hebräisch, die anderen kein Deutsch. Die Stimmung war dennoch gelöst. Die Bewohner des Heimes "Beit Uri" hatten einen Heidenspaß daran, die Mikrofone im Ratssaal zu testen. "Das ist ja hier wie in der Knesset, im israelischen Parlament", ulkte Eckart Frey.

Der Althistoriker hält seit über zehn Jahren Kontakt zum Behindertenheim "Beit Uri" und als Vorsitzender des Fördervereins der Geistigbehindertenschule "Gerhard Schöne" sorgt er für regelmäßige Besuche zwischen Israelis und Wolmirstedtern.

Beit-Uri-Bewohner sind bereits zum dritten Mal hier. "Diesmal sind diejenigen gekommen, deren Eltern den Flug niemals bezahlen könnten", sagt Eckart Frey. Der Förderverein der Schöne-Schule hat unterstützt sowie die Staatskanzlei, das Kultusministerium, die Linke im Landtag und die SPD-Bundestagsabgeordnete Waltraud Wolff.

Für die Gäste ist ein umfangreiches Programm geplant. Einer der Höhepunkte wird heute der Besuch beim Ministerpräsidenten Rainer Haseloff (CDU) sein. Der stattete dem israelischen Heim erst im März einen Besuch ab. Weiterhin werden die Besucher den Magdeburger Zoo kennenlernen, im Spaßbad baden, in Pullman-City das Western-Leben entdecken und in der Schöne-Schule grillen. Auch bei allen anderen Aktionen ist jeweils eine Klasse der Gerhard-Schöne-Schule dabei.

 

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