Die Musikschule hat gerockt und über 250 Zuschauer sind gekommen. Drei Bands und eine Solosängerin brachten die Museumsscheune zum Kochen.

Wolmirstedt l Die Bands heißen "Celtic Chaos", "Black Currant" und "Sarásará", die Solosängerin Hannah Elisa Lehr. Sie alle haben gemeinsam, dass sie ihre Musiker-Karriere in der Musikschule begonnen haben. Wobei Karriere sich in der Regel auf den Freizeitbereich beschränkt. Die gehörige Portion "Pfeffer", um die Museumsscheune zu rocken, tragen sie jedoch alle in sich.

"Dieser Ort mit dem rustikalen Ambiente bot den perfekten Rahmen für die Veranstaltung und war trotz des DFB-Pokalendspiels und anderer Parallelveranstaltungen gut gefüllt", sagt Evi Ratzeburg, die unter den Gästen war.

Zu Beginn des Konzertes spielte sich der siebenjährige Max Reißmann mit einem Schlagzeugsolo in die Ohren der Gäste. "Zwar konnte er seine Aufregung vor so großem Publikum nicht verbergen, doch dafür hatte er sofort die Sympathien der Zuschauer erobert", berichtet Evi Ratzeburg.

Armin Hartwig, der Leiter der Kreismusikschule, begrüßte die rund 250 Zuschauer. "Vielen Dank an Michael Brod, der das hier alles organisiert hat", betonte er. "Es ist toll, dass wir die Hütte so voll bekommen haben", fügte Martin Stichnoth, Wolmirstedter Bürgermeister und Schirmherr der Veranstaltung, in seiner kurzen Ansprache hinzu.

Vielleicht gibt es nächstes Jahr eine Neuauflage

Insgesamt 22 Akteure spielten vor begeistertem Publikum und kaum einer kam ohne Zugabe von der Bühne. Hannah Elisa Lehr bezauberte mit ihrer Stimme und stellte neben bekannten Titeln auch zwei eigene Kompositionen vor.

Die Musikschulbands "Black Currant" mit Vanessa Wilke (16 Jahre, Gesang), Tom Eric Thurau (12, Schlagzeug) sowie den Gitarristen Michelle Troitzsch (13), Denes Krebs (14) und Jonas Pazina (15), die Band "Sarásará" mit den "Frontfrauen" Laura Noetzel (16) und Sarah Ann Bruchhold (17), den beiden Gitarristen Alex Henne (16) und Julian Müller (16), Sarah Herrmann (17) am Schlagzeug sowie Helene Müller (14) am Keyboard überzeugten vor allem durch erstaunlich gutes musikalisches Zusammenspiel.

Am späten Abend erfüllte "Celtic Chaos" mit ihren wild-romantischen Tönen die Museumsscheune. Die Band heizte den Zuschauern ordentlich ein.

Für Informationen zu den Bands und die Begleitung durch das Programm sorgte gekonnt die 15-jährige Mareike Ratzeburg, die an der Musikschule das Klarinettespielen perfektioniert und alle größeren Veranstaltungen moderiert.

"Das leibliche Wohl kam auch nicht zu kurz", sagt Evi Ratzeburg. Die Biker des Motorradclubs "Iron Cruise" aus Barleben hatten Bockwurst und Getränke im Angebot.

Das Publikum spendete neben viel Applaus auch Geld für den Förderverein der Musikschule.

Organisator Michael Brod kann sich eine Neuauflage der Veranstaltung im kommenden Jahr vorstellen. "Vielleicht treten wir dann mit Bands anderer Musikschulen auf", sagt der Gitarrenlehrer, der gleichzeitig zur Band "Celtic Chaos" gehört.