Trafohäuschen, Ortsnetzstationen oder Kabelverteilerschränke sind oft das Ziel von wilden Graffiti-Schmierereien. Als präventive Maßnahme lässt der Netzbetreiber Avacon jetzt diese elektrischen Verteileranlagen von professionellen Künstlern verschönern.

Zielitz l Viele Zielitzer beobachteten in den vergangenen Tagen die Fassadenkünstler bei der Arbeit. Die Trafostation im Zentrum der Bergarbeitergemeinde wurde mit Motiven aus dem Kalibergbau versehen. Schon im vergangenen Jahr war damit begonnen worden. In dieser Woche vollendeten die Künstler Lino Meyer, Matthias Philipp und Markus Ronge von der Potsdamer Firma "art-efix" das Werk.

Am Dienstag schauten Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette und Bürgermeister Dyrk Ruffer in Begleitung von Avacon-Mitarbeiter Klaus Schmekies den Künstlern über die Schulter. "Die Motive passen zu unserem Ort und ich bin sicher, dass sie bei den Bürgern gut ankommen", freute sich Dyrk Ruffer über einen weiteren Farbtupfer im Zielitzer Ortsbild.

Weitere 40 Stationen

Die Auswahl der Motive erfolgte in Zusammenarbeit von Künstlern, Gemeinde und Kaliwerk Zielitz. "Es ist ein wesentliches Merkmal unserer Verschönerungsaktion, dass die Kommunen bei der Motivauswahl freie Hand haben und beispielsweise örtliche Bezüge herstellen oder unkonventionelle Ideen umsetzen können", betonte Klaus Schmekies.

Insgesamt hat der Netz- betreiber in den vergangenen drei Jahren etwa 150 Stationen von Fassadenkünstlern mit vielfältigen Motiven verschönern lassen. Noch in diesen Jahr sollen bis zum Herbst etwa 40 weitere Stationen hinzukommen, kündigte Klaus Schmekies an. "Die Aktion findet bei den Bürgern viel Anklang. Sie verschönert das Ortsbild und zeigt sich zudem als eine erfolgreiche Präventionsmaßnahme gegen wilde Graffiti", so Schmekies weiter.