Der Campus des Ecole-Gymnasiums in Barleben soll um mehr als 6000Quadratmeter vergrößert werden. Unter anderem beinhaltet das Konzept einen Streetballplatz und ein Gewächshaus. Das Gelände wurde bereits baufrei gemacht und auf Schadstoffbelastungen hin untersucht.

Barleben l Bis Ende des Jahres soll er fertig sein, der erweiterte Campus des Internationalen Gymnasiums "Pierre Trudeau" in Barleben. Das Konzept steht und soll voraussichtlich ab Juli umgesetzt werden. Auf insgesamt knapp 6300 Quadratmetern sollen in der Mitte des ehemaligen Geländes der Elektromotoren und Gerätebau GmbH unter anderem ein Feuer-, ein Beachvolleyball- und ein Streetballplatz entstehen.

"Der Beachvolleyballplatz hat fast 1,80 Meter Sandtiefe, weil er auch für den Unterricht genutzt werden soll, beispielsweise um Erosionstechniken oder archäologische Grabungen zu erproben", erklärt Sven Döhle. Am Donnerstag informierte der Bauingenieur vor Ort über den aktuellen Stand der Bauplanungen. Neben Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff nahmen auch Schulleiter Michael Kleinen, Marco Langhof vom Vorstand der Ecole-Stiftung sowie Mitarbeiter aus Verwaltung und Gemeinderat an dem Treffen teil.

"Die Einfriedung soll ein einheitliches Bild und einen visuellen Abschluss der Grundstücksfläche bieten."

Sven Döhle, Bauingenieur

Ein Gewächshaus soll gebaut werden, 48 neue Parkplätze sollen entstehen, ebenso eine große, mit grünem Sportplatzbelag überzogene Schräge. "Die Schüler können sich dort hinsetzen oder Sport treiben", erläutert Döhle. Ein altes Trafo-Haus, das mit auf dem Gelände steht, soll an die Kanalisation und die Stromleitungen der Schule angeschlossen werden und neue Toilettenräume beherbergen, "damit die Schüler nicht jedes Mal ins Schulgebäude laufen müssen, wenn sie sich auf dem Gelände aufhalten." Ein Rundweg für Rettungsfahrzeuge, Rasenflächen, neue Bäume sowie eine Bühne sind ebenfalls Teil des Konzeptes.

Im Zuge der Bauarbeiten soll auch der alte Asbestzaun weichen, der momentan noch Teil der Begrenzung zur benachbarten Wohnsiedlung "Heimattal" ist. Auf östlicher Seite des erweiterten Campus` soll eine einheitliche Mauer errichtet werden. "Die Einfriedung soll ein einheitliches Bild und einen visuellen Abschluss der Grundstücksfläche bieten", erläutert der Bauingenieur. Gewünscht werde ein gewisser Schallschutz, vollständig könne dieser "in vertretbarem Aufwand" jedoch nicht abgesichert werden. Dargestellt ist der zu erwartende Geräuschpegel auf Lärmkarten. "Wir befinden uns eindeutig im erlaubten Bereich", betont Döhle.

Zu den umfangreichen Vorarbeiten in der Vergangenheit zählte auch die Untersuchung des Bodens auf Schadstoffe hin. Dabei sei keine Belastung festgestellt worden. "Das Gelände wurde außerdem baufrei gemacht, komplett freigemessen, der alte Trafo wurde entsorgt und ein Antrag auf Wassererlaubnis gestellt", zählt Döhle auf. Auf dem seit zehn Jahren ungenutzten Grundstück befindet sich ein noch funktionstüchtiger Brunnen, den die Schule gern zur Bewässerung benutzen würde.

Die Gesamtkosten für die Erweiterung des Ecole-Campus` betragen laut Planungskonzept maximal 600000 Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde beläuft sich auf die Hälfte davon, das Projekt wird laut Frank Nase, Verwaltungsmitarbeiter im Fachbereich Service, zu 50 Prozent gefördert. Der Beschluss zur Campus-Erweiterung stammt nicht aus diesem Jahr. Das Projekt kann daher trotz der aktuellen Haushaltssperre umgesetzt werden.

Mitte Juli sollen die Erdbau-, Ende Juli dann die Sanierungsarbeiten beginnen. Zuvor findet am 4. Juni ab 18 Uhr eine Anwohnerversammlung im Gymnasium statt, bei der über die Campus-Erweiterung informiert werden soll.

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