Die Samsweger Feuerwehr hat drei Tage lang ihren 120. Geburtstag gefeiert. Höhepunkt war zweifellos der Festumzug, dem viele Bürger vom Straßenrand aus zuwinkten.

Samswegen l Über eine Stunde wand sich der Festumzug durch das Dorf, begleitet von der Schalmeienkapelle Groß Ammensleben. Die Kindereinrichtungen hatten sich eingereiht, die Sportler, alle Ortswehren der Niederen Börde, das Technische Hilfswerk, die Werkfeuerwehr Zielitz und die Kameraden der Partnerwehr aus Klein Heidorn. "Die vielen Menschen, die diesen Umzug vom Straßenrand aus beobachtet haben, zeigen, dass sie die Arbeit der Ortsfeuerwehr respektieren", sagte Erika Tholotowski, Bürgermeisterin der Niederen Börde, im Rahmen der abendlichen Festveranstaltung.

Auch Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) würdigte die Arbeit der Feuerwehr. "Es ist das schwierigste Ehrenamt", sagte er, "Sie gehen rein, wenn es brennt, dann, wenn andere herauskommen." Er versprach, sich um die weitere technische Ausstattung der Feuerwehr zu kümmern. Damit reagierte er auf den Wunsch des Ortsbürgermeisters Burkhard Wohlfahrt (CDU), der in seiner Festrede "genügend finanzielle Mittel für Technik und Ausrüstung" forderte.

Feuerwehr heißt mehr als retten, löschen und bergen. "Neben dem Brandschutz würde auch die Gemeinschaft fehlen", sagte Burkhard Wohlfahrt, "es gäbe kein Kartoffelfeuer, keine Absicherung beim Laternenumzug oder bei Dorffesten. Außerdem hält die Feuerwehr eine Gemeinschaft zusammen, zu der rund 100 Familien gehören."

Ganz besonders viel lobende Worte und stehende Ovationen während der Festveranstaltung bekam Marina Brandt. Als "taffe Frau" bezeichnete Holger Stahlknecht die im Jahr 1996 gewählte Ortswehrleiterin. "Eine Frau als Wehrleiterin gab es in der über 100-Jährigen Geschichte noch nicht", so Wohlfahrt, "aber seit 18 Jahren ist sie mit ihrem Leitungsteam sehr erfolgreich." Marina Brandt hatte im Nachmittagsprogramm eine schöne Aufgabe zu erfüllen. Sie übergab an 19 neugeborene Samsweger Rauchmelder. Direkt unterm Storchennest.

   

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