Während dringender Kanalarbeiten im Wohngebiet "Grund" in Barleben sind etwa 200 Kubikmeter Erde in den Ententeich geschüttet worden. Der WWAZ versicherte nun, den Aushub in den nächsten 14 Tagen komplett beseitigen zu lassen.

Barleben l Auf einer Länge von 300 Metern ist im Wohngebiet "Grund" in Barleben eine neue, dringend notwendige Mischwasserleitung verlegt worden. Bei den Kanalarbeiten, die Anfang März begonnen hatten, wurden schätzungsweise 200 Kubikmeter Erdaushub im Ententeich "entsorgt" (Volksstimme berichtete). Das verärgerte nicht nur die Anwohner, sondern wäre nach Aussagen des Fachdienstes Natur und Umwelt des Landkreises Börde auch ordnungswidrig.

"Die Uferlinie war vorher gerade, jetzt ist ein Knick drin."

Edgar Appenrodt, Anwohner aus dem Gebiet "Grund" in Barleben

In der vergangenen Woche meldete sich Anwohner Edgar Appenrodt erneut bei der Redaktion. Nur ein kleiner Teil der Erde sei inzwischen wieder oberflächlich aus dem Teich gehoben worden, das Ufer durch die Erdmassen immer noch um zwei, drei Meter künstlich verschoben. "Die Uferlinie war vorher gerade, jetzt ist ein Knick drin", beschrieb Appenrodt die Lage vor Ort.

"Es ärgert mich, dass die Ecke nicht rausgenommen wurde. Das Ufer ist bereits modelliert. Daran sehe ich, dass hier wohl nichts mehr gemacht wird", sagte er. "Wenn es illegal ist, die Erde in den Teich zu schütten, erwarte ich, dass alles wieder rausgenommen wird und nicht nur die Hälfte."

Auf Nachfrage der Volksstimme beim WWAZ - Eigentümer des Ententeiches in Barleben und gleichsam Bauherr der Kanalarbeiten im Wohngebiet "Grund" - teilte der leitende Ingenieur Bernd Zabel mit, dass das Ufer des Gewässers wieder begradigt werden soll.

"Wir werden das Ufer wieder so herstellen, wie es vorher war."

Bernd Zabel, Wolmirstedter Wasser- und Abwasserzweckverband

"Wir beschäftigen uns gerade mit dem Abfahren des Restmaterials", sagte er. Die Arbeiten haben ihm nach am Montag begonnen. Wir haben gute Voraussetzungen geschaffen und werden das Ufer wieder so herstellen, wie es vorher war", versicherte Zabel. Die Abnahme der Baustelle solle binnen der nächsten zwei Wochen erfolgen.

Wie Dieter Torka, Leiter des Fachdienstes Natur und Umwelt, erläuterte, habe sich die erst vermutete Ordnungswidrigkeit als falsche Annahme herausgestellt. "Es sah erst nach einer Entsorgung der Erde aus", sagte Torka. Stattdessen sei jedoch im Rahmen der Leitungsarbeiten ein sogenannter Mönch, ein Ablaufwerk, eingebaut und in diesem Zuge die Erde vorübergehend in den Teich gekippt worden.