Über 200 kleine "Pusteblumen" und "Ohre-spatzen" haben gestern den Kindertag gefeiert. Das gemeinsame Fest ist längst Tradition der nebeneinanderliegenden Kitas der Sozialen Bürgerinitiative Glindenberg.

Wolmirstedt l Kinderlachen sind die Anwohner der Straße der Deutschen Einheit gewohnt. Gestern aber ging es auf dem Gelände der Kitas "Pusteblume" und "Ohrespatzen" besonders laut und fröhlich zu. Traditionell feierten die beiden Kindereinrichtungen der Sozialen Bürgerinitiative Glindenberg den Kindertag gemeinsam.

"Wir haben ein schönes Programm mit viel Spaß und Spiel, Bastel- und Experimentierangeboten sowie sportlichen Vergleichen", zählt Ilka Gärtner, Chefin der Pusteblume, auf. Im Mittelpunkt aber stand das Märchenspiel "Die Bremer Stadtmusikanten", aufgeführt von fünf Erzieherinnen und einem Azubi. Textsicher und mit sichtlichem Spaß spielten Jenny Schuckies den Esel, Mathias Wruck den Hund, Cordula Lehnhof die Katze und Susanne Lemme den Hahn.

Zu dem Stück der Gebrüder Grimm über die vier musikalischen Haustiere gehörten außerdem Räuber, Koch und Müller, dargestellt von Ines Sieber und Sina Wichmann. Letztere fungierte daneben als Regisseurin, und die Kostüme und die Requisiten hatten die sechs Schauspieler auch selbst gemacht.

Aber all die Mühe hat sich gelohnt. Die Kinder waren ganz außer Rand und Band, bellten, miauten, krähten während der Aufführung gelegentlich auch mit und wollten die "Tiere" zum Schluss gar nicht mehr loslassen. Da auch das Wetter mitspielte, konnte nichts das wunderbare Kinderfest für die über 200 Mädchen und Jungen trüben.

Andrang gab es wie immer am Schminkstand, beim Büchsenwerfen und an der Negerkussmaschine. Voller Eifer beteiligten sich die Kleinen auch an den Bobby Car- und Rollerrennen oder beim Tauziehen. Ruhiger ging es an den Kreativständen zu, wo aus Toilettenpapier, Plastikflaschen, Kronkorken und Folie kleine Kunstwerke entstanden beziehungsweise mit Wasser, Trichter und Schläuchen experimentiert wurde.

"Es ist gut, dass wir seit einigen Jahren viele Feste gemeinsam ausrichten. Dadurch lernen wir uns alle, Erzieher und Kinder, besser kennen", sagt Ilka Gärtner.

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