Stets am letzten Sonntag des Monats, pünktlich um "Halbsechs", wird von Mai bis Oktober in der Klosterkirche in Groß Ammensleben musiziert. Auf den Weg gebracht hat die Veranstaltung der Verein Kirchenmusik. Der nächste Termin ist der 29. Juni.

GroßAmmensleben l Im Bewusstsein, dass die "Straße der Romanik" nicht nur durch historische Gotteshäuser verkörpert werden sollte, sondern auch durch Kirchenmusik, hat die Katholische Pfarrei entschieden, in den Sommermonaten eine Veranstaltung mit dem Titel Serenaden "Halbsechs" in Groß Ammensleben durchzuführen. Organisiert wird sie seit Anbeginn vom ortsansässigen Kirchenmusiker und Chorleiter Michael Löderbusch.

Das bedeutet, an jedem letzten Sonntag des Monats - immer von Mai und Oktober - bleibt die ehemalige Klosterkirche nach der Frühandacht bis 18 Uhr geöffnet. Menschen, die innere Einkehr halten wollen, und an der Baukunst interessierten Besuchern stehen die Türen an diesem Tag offen.

Jeweils um 17.30 Uhr, also Halbsechs, wird zu einer kleinen geistlichen Musik eingeladen. Wie Michael Löderbusch erklärt, geschehe dies jeweils zu einem bestimmten Thema. Im vergangenen Jahr beispielsweise gab es eine musikalische Gartenreise, waren die Besucher akustisch unterwegs in Frankreich in der Zeit der Romantik. Sonntags wurden aber auch Filmmusiken gespielt.

Am 29. Juni, dem nächsten Termin, soll unter anderem Musik aus der Heimat des Papstes Franziskus in der Klosterkirche erklingen. Im Juli wird bereits am 13. zu Serenaden "Halbsechs" eingeladen. Im August und September wird dann wieder jeweils am letzten Sonntag des Monats die kleine Kirchenmusik pünktlich um 17.30 Uhr gespielt.

Wie Michael Löderbusch aber betont, werde davor und auch danach in der altehrwürdigen Klosterkirche musiziert. So zum Beispiel am 14. September, dem Tag des offenen Denkmals. Seit Jahren ist es gute Tradition, dass das "Rossini-Quartett" die Besucher unterhält. Doch auch der Ökumenische Chor Groß Ammensleben begeistert die Zuhörer. Dabei denkt der Chorleiter vor allem an das Adventssingen und das Weihnachtskonzert.

Möglich aber werden viele dieser Musiken in der Niederen Börde allein durch die "Freunde und Förderer der Kirchenmusik in Groß Ammensleben an der Straße der Romanik", kurz Kirchenmusik. Der Verein wurde 2010 gegründet und fördert seitdem das kirchenmusikalische Angebot in der ehemaligen Klosterkirche. Denn zum Gros der Kirchenmusiken und geistlichen Konzerten, so Michael Löderbusch, hätten die Besucher freien Eintritt, "sind wir daher auf Hilfe, Unterstützung, aber auch auf Spenden angewiesen".