Barleben l In der bunten und vielfältigen Vereinslandschaft von Barleben sind sie einfach nicht zu überhören. Und die Mitglieder der Ifa-Oldtimerfreunde lassen aber auch nichts unversucht, um mit ihren Oldtimern nicht nur lautstark auf sich aufmerksam zu machen. Am Dienstagnachmittag setzten der Vorsitzende Tino Klimmek und Olaf Bense deshalb zwei ausgesprochene Glanzpunkte.

Tino Klimmek startete mit seinem Wartburg 311 Limousine, Baujahr 1962, zur Jungfernfahrt. Knapp fünf Jahre hat der Barleber an seinem "Schrotthaufen", wie er selbst sagt, gewerkelt, bis das Fahrzeug im alten Glanz erstrahlte und sich wieder bewegte. Ähnlich verhält sich die motorisierte Geschichte bei Olaf Bense. Nach gut dreieinhalb Jahren intensiver Bauzeit bewegte er am Dienstag erstmals seinen Polski Fiat 1500, Baujahr 1974, durch den Ort. Wie der Vorsitzende betont, gehen sie in erster Linie ihrem ganz persönlichen Hobby nach: "Aber nicht nur. Unser Leitmotiv ist die gemeinsame Freude an Fahrzeugen, vor allem an Autos, Motorrädern und Lkw aus der ehemaligen DDR und den so genannten RGW-Staaten. Wir aber wollen damit gleichzeitig ein Stück weit alte Kfz-Technik für die Nachwelt erhalten. Dies bedeutet zum einen, die alten Fahrzeuge zu hegen und zu pflegen, andererseits aber auch, uns mit den Fahrzeugen in Barleben zu zeigen, um auch die Kulturlandschaft zu beleben."

Das nächste Mal wird es am 13. September sein. Und die Oldtimerfreunde haben einiges aufzufahren. In ihrem Bestand haben sie nicht weniger als 20 Autos und Kräder älteren Datums. Doch wenn auf dem Festplatz in Barleben das 7. Ifa-Oldtimertreffen steigt, sind sie nicht unter sich - es kommt eine bundesweite Blechlawine auf Barleben zugerollt. Was allerdings dabei erstaunt: Der Verein, der sich am 28. Februar 2009 gegründet hat und in diesem Jahr sein fünfjähriges Bestehen feiert, ist bereits zum siebenten Mal Gastgeber. "Das ist allein der Tatsache geschuldet, dass sich die ersten Unentwegten bereits 2006 trafen, die Vereinsgründung aber immer wieder ins Stocken geriet", sorgt der Vorsitzende für Aufklärung.

Dagegen ist die Vereinsarbeit richtig gut im Fluss. Das heißt auch, dass die Oldtimerfreunde immer wieder auf Reisen gehen, "den Namen Barleben", so versichert Tino Klimmek, "allerorts bekannt machen. So beispielsweise beim Treffen historischer Fahrzeuge in Ummendorf. Angedacht ist auch, sich am 15. internationalen Wartburgtreffen Anfang August in Eisenach zu beteiligen."

Was die Oldtimerfreunde aber bis zum heutigen Tag noch nicht haben: einen eigenen Vereinsraum. Doch da ist sich Tino Klimmek ziemlich sicher, dass Hilfe aus der Bevölkerung kommt.